Kampfmittelräumer sollen Waffen an sich genommen haben

Bei einer Durchsuchung mehrerer Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Rheinland-Pfalz wurden Schusswaffen und Munition gefunden. Symbolfoto: dpa

Gegen mehrere ehemalige und aktive Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdienstes wird ermittelt. Sie sollen Waffen und Munition abgezweigt haben.

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KOBLENZ. Gegen drei ehelamlige und einen aktiven Mitarbeiter des rheinland-pfälzischen Kampfmittelräumdienstes läuft ein Ermittlungsverfahren. Laut Staatsanwaltschaft Koblenz stehen die vier Männer in Verdacht, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. Die Beschuldigten im Alter zwischen 74 und 53 Jahren aus dem Rhein-Lahn-Kreis, den Landkreisen Mayen-Koblenz und Vulkaneifel sowie der Stadt Koblenz waren zuvor anonym angezeigt worden. Sie sollen ohne Befugnis Schusswaffen, Munition und Munitionsteile besessen und geführt haben.

Anfang September wurden die Wohnräume von drei der Beschuldigten sowie Räumlichkeiten des Kampfmittelräumdienstes in Koblenz durchsucht. Dabei wurden insgesamt 11 Schusswaffen, Kartuschen, Patronen, alte Zünder und delaborierte Fundstücke sichergestellt.

Die Beschuldigten haben die Aussage bisher verweigert. Zwei haben sich Anwälte genommen. Bei der Durchsuchung der Dienststelle des Kampfmittelräumdienstes in Koblenz wurden in Spinden von vier weiteren aktiven Mitarbeitern Munition verschiedener Kaliber und eine verrostete Schusswaffe sichergestellt. Deswegen wurden in dieser Woche auch gegen diese vier Personen im Alter zwischen 32 und 52 Jahren aus den Landkreisen Mayen-Koblenz sowie den Städten Koblenz und Neuwied Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Die Ermittlungen dauern an. Nun gilt es laut Staatsanwaltschaft, die sichergestellten Waffen und die Munition kriminaltechnisch zu untersuchen und ihre Herkunft zu ermitteln.

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Von red