Inflationsrate in Hessen im Juni bei 8,1 Prozent

Was im Einkaufswagen landet, wird seit Jahren immer teurer. Das liegt an der Inflationsrate.  Foto: Fabian Sommer/dpa

Hohe Kosten für Energie und Nahrungsmittel haben die Inflation in Hessen im Juni über der Acht-Prozent-Marke gehalten. Im Mai hatte sie den höchsten Wert seit 48 Jahren erreicht.

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WIESBADEN. Die hohen Kosten für Energie und Nahrungsmittel haben die Inflation in Hessen auch im Juni über der Acht-Prozent-Marke gehalten. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Juni des Vorjahres um 8,1 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Im Mai hatte die Jahresinflationsrate in Hessen mit 8,4 Prozent den höchsten Wert seit 48 Jahren erreicht.

Höchster Preisanstieg bei der Energie

Die Preise für Energie stiegen laut Landesamt durchschnittlich um 41,8 Prozent im Vergleich zum Juni des Vorjahres. Heizöl verteuerte sich um 109,2 Prozent und Erdgas um 86,2 Prozent. Auch für Kraftstoffe (plus 33,9 Prozent) mussten Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich mehr zahlen als noch vor einem Jahr. Die Strompreise stiegen um 24,2 Prozent.

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Die Preise für Nahrungsmittel legten nach Angaben der Statistiker um 12,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Überdurchschnittlich teurer seien Speisefette und -öle (plus 41,2) sowie Butter (plus 43,3 Prozent) gewesen.

Gegenmaßnahmen wie Tankrabatt und 9-Euro-Ticket

Die Bundesregierung versucht, die Menschen unter anderem durch einen Tankrabatt seit Anfang Juni und ein 9-Euro-Ticket für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu entlasten. Fahrkarten für den Nahverkehr sowie Kraftstoffe waren nach Angaben der Statistiker in Hessen im Juni günstiger als im Mai. Für Kraftstoffe mussten Verbraucher 4,8 Prozent weniger bezahlen als im Vormonat, Benzin war dabei um 6,6 Prozent günstiger, Diesel dagegen um 0,7 Prozent teurer.

Von dpa