Meinung

Kommentar zu Wasserknappheit: Zukunftsfähige Lösungen

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Ute Strunk
Ute Strunk, Redakteurin Foto: Sascha Kopp

Bei der Finanzierung zukunftsfähiger Technologien darf die soziale Verträglichkeit nicht vergessen werden, fordert Ute Strunk. Denn: Wasser muss für alle bezahlbar bleiben.

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Deutschland ist ein wasserreiches Land. Und glaubt man den Experten, scheint das auch in 80 Jahren noch der Fall zu sein. Das ist beruhigend. Allerdings muss man Wasser immer regional betrachten. Während es am Alpenrand häufiger regnet, nützt das zum Beispiel den Menschen in Brandenburg gar nichts. Zu den Auswirkungen des Klimawandels gehört, dass Wasserknappheit regional häufiger vorkommen wird. Denn dass vor allem in der Landwirtschaft künftig mehr Wasser für die Feldberegnung benötigt wird, ist einleuchtend: Ohne Wasser wächst kein Obst und Gemüse. Und auch die Bevölkerung verbraucht an heißen Tagen mehr Wasser als sonst – fürs Duschen, fürs Waschen, für den Garten. Es ist gesetzlich geregelt, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung Vorrang hat. Doch angesichts zunehmender Dürreperioden und der klimabedingt steigenden Wassernachfrage werden nicht nur Schäden an der Natur häufiger, sondern auch Konflikte ums Wasser.

Hier finden Sie den passenden Artikel zum Kommentar: Wer wird bei Knappheit zuerst zum Wassersparen gezwungen?

Die Zeiten haben sich geändert und deshalb müssen nun Lösungen her. Schon jetzt arbeiten Wasserversorger daran, die Trinkwasserversorgung durch Verbünde langfristig sicherzustellen. Und in der Landwirtschaft werden schon effizientere Bewässerungstechniken eingesetzt. Die Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser ist ein weiterer Lösungsansatz. Und ob in Zeiten von Wassermangel künftig ausschließlich Trinkwasser für die Toilettenspülung verwendet wird, sollte ebenfalls überdacht werden. Bei der Finanzierung zukunftsfähiger Technologien darf jedoch die soziale Verträglichkeit nicht vergessen werden. Wasser muss für alle bezahlbar bleiben.