Funklöcher in Krisengebieten: Öffnen Anbieter ihre Netze?

Trümmer und kontaminierter Schlamm: In Überflutungsgebieten drohen Krankheiten. Foto: dpa

Das Mobilfunknetz ist in einigen Hochwasser-Gebieten noch immer nicht wieder intakt. Die Netzbetreiber diskutieren jetzt, ob sie gemeinsam ihre Netze öffnen werden.

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DÜSSELDORF. Mit Blick auf weiterhin existierende Funklöcher in den Katastrophen-Gebieten hat der Mobilfunkanbieter Vodafone sich dafür ausgesprochen, dass die Branche ihre Netze öffnet. undefinedWir wären bereit dazuundefined, sagte ein Vodafone-Sprecher am Dienstag in Düsseldorf. Das hieße, dass Kunden der Konkurrenz mit dem Vodafone-Netz verbunden würden, wenn ihr Anbieter keine funktionierenden Antennen in Reichweite hat.

Für diese Netzöffnung stellte Vodafone aber eine Bedingung: undefinedEs braucht die Zusammenarbeit aller drei Netzbetreiber, um wirksames regionales Roaming für die Menschen im Krisengebiet zu ermöglichen.undefined

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Zusammenarbeit ist erforderlich

Sprecher der anderen beiden Netzbetreiber, der Deutschen Telekom und von Telefónica (o2), äußerten sich zurückhaltend, schlossen die Öffnung aber nicht aus. Man stehe im Austausch mit den anderen Netzbetreibern und erörtere, undefinedwas technisch möglich und sinnvoll ist, um den Menschen vor Ort möglichst schnell zu helfenundefined, sagte ein Telekom-Sprecher. Telefónica wies auf die undefinedsehr komplexe und zeitlich aufwendige Implementierungundefined von so einem Roaming hin. In den Gesprächen zwischen den Firmen ist es Teilnehmerkreisen zufolge völlig offen, ob sie zum Erfolg führen.

Klar ist: Wenn einer der drei Netzbetreiber sein Netz öffnet, müssten die beiden anderen das auch tun - andernfalls droht dem Anbieter, der den ersten Schritt geht, die Überlastung des eigenen Netzes. Unterdessen geht der Wiederaufbau der Stationen weiter. Insgesamt waren Hunderte Stationen in der Unwetterkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz ausgefallen, die meisten sind wieder am Netz.

Von dpa