Österreichs Kanzler Faymann. Foto: dpa

Österreichs Kanzler Faymann hat sich vom Acker gemacht. Altes Wiener Sprichwort: Küss die Hände//Ende. Aber ein so wunderbares Land müsste halt schon gerettet werden, von...

Anzeige

. Falco hatte ein berühmtes Lied: „Der Kommissar“. Böse Zungen behaupten, in Österreich werde das Lied jetzt mit neuem Text gesungen: „Drah di net um//oh, oh, oh,//schau, schau, die FPÖ geht um//oh, oh, oh.“

*

Das darf nicht sein, dass ein Land in die Fänge der FPÖ gerät, das mit einer so wundervoll lyrischen Sprache brilliert. Auf österreichisch heißt der Gerichtsvollzieher „Exekutor“, das „Fetzendach“ ist ein Cabrioverdeck, Mundharmonika heißt „Fotzhobel“, „Outwachler“ ist ein Schiedsrichterassistent, früher Linienrichter. Und ein „Wunderwuzzi“ ist ein Prachtkerl oder Wunderkind.

*

Anzeige

Ob der als Interimskanzler tätige ÖVP-Politiker Reinhold Mitterlehner ein Wunderwuzzi ist, ist unklar. Er gilt als relativ liberal und trägt seit seiner Zeit in einer Studentenverbindung den sogenannten Kneipnamen „Django“. Kneipnamen dienten bei den Burschenschaften im 18. und 19. Jahrhundert in Zeiten politischer Unruhen als Tarnnamen. Wie meinen? Nein, „Mutti“ ist kein Kneipnamen. Leute! Liberal passt aber. Der echte Film-Django war ja auch immer unheimlich liberal und hat keine 450-Euro-Kraft mit Migrationshintergrund ausgebeutet, sondern sein Maschinengewehr immer eigenhändig im Sarg hinter sich hergeschleppt. Wie liberal der echte Film-Django war, zeigt sich auch in einem berühmten Sketch. Django fährt Straßenbahn, wird kontrolliert und sagt: „Django zahlt heute nicht.“ Das wiederholt er drohender, als er zum zweiten Mal kontrolliert wird, und beim dritten Mal hat man echt Angst um den Kontrolleur. Aber da sagt Django: „Django zahlt heute nicht – Django hat Monatskarte.“ Echt liberal, er hätte den Kontrolleur schließlich auch erschießen können. Politisch heißt das, der Film-Django würde von der FPÖ wegen Verweichlichung nicht mal als Mitglied aufgenommen, von der AfD schon gleich gar nicht, von der FDP wahrscheinlich schon. Übrigens: Die Straßenbahn heißt laut Wikipedia in Österreich umgangssprachlich „Bim“. Eigentlich ein Grund, in der Straßenbahn im Zweifel doch zu schießen.

*

Neues von Verteidigungsministerin von der Leyen. „Liebling, ich habe die Kinder....äähh.... die Bundeswehr geschrumpft“, Nein, doch nicht U-Boot-Ursula! Ganz im Gegenteil. „Wir müssen wegkommen von einem Prozess des permanenten Schrumpfens“, sprach die Ministerin laut Deutscher Presse-Agentur.

*

„Schrumpfen“, ein ganz sensibler Begriff für von der Leyen. Denn da gab es, leider kein Scherz, diese Probleme mit dem Marinehubschrauber, der über dem Meer absturzgefährdet war – ein echter Nachteil – und Anfang 2015 den Stress mit dem U-Boot 35, bei dem gefühlt außer dem Zigarettenanzünder kaum etwas funktionierte, weder die Wellenanlage, noch die Batterie oder das Radar. Die Wellenanlage hat nichts mit Wellness zu tun, sondern meint den Antrieb als solchen. So. Und dann vermuten wir mal, die Batterie eines U-Boots kann, anders als beim Handy, nicht ohne Weiteres durch den Netzstecker ersetzt werden. Zudem: Ohne Radar kommt es zu Problemen, die beim U-Boot echt tief gehen könnten. Und alles, was zu lange im Wasser liegt, schrumpft halt, „schrumpelt“, wie man hierzulande sagt. Ganz schlecht. In Relation dazu wären die Probleme mit dem Gewehr G36, das ziemlich um die Ecke schoss – wir berichteten mehrfach – nachgerade überschaubar. Da könnte von der Leyen immer noch den echten Film-Django als finalen Problemlöser anheuern, mit seinem Maschinengewehr im Sarg.

Anzeige

*

Von der Leyen sagte in der Bundeswehr-Debatte auch noch, sie wolle „hin zu einem atmenden Personalkörper“. Donnerwetter! In der Bundesregierung sehen wir ihn schon jetzt vor uns, den atmenden Personalkörper: schwer hechelnd, sogenanntes Pizza-Atmen, bei Peter Altmaier, dem fleischgewordenen Überhangmandat (atemlos durch die Nacht). Oder blond atmend wie Familienministerin Manuela Schwesig. Oder heftig bis lüstern atmend wie Justizminister Heiko Maas mit neuer Freundin. Oder freudig bebend atmend wie Magic Horst Seehofer, wenn er mal wieder im Keller bei seiner Modelleisenbahn Gleise unter fahrenden Zügen herumreißt und „Kollisionskurs“ spielt.