Was ist denn jetzt mit den Kaninchen?

Kaninchen. Foto: Archiv

Der Papst hat da ein interessantes Thema angepackt. Wir sollten seine Auffassung in Demut hinnehmen, denn schließlich ist er unfehlbar.

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. Wir sind ja wieder mal so was von aktuell: "Deutlich mehr Euro-Falschgeld in Deutschland und weltweit", vermeldet die Deutsche Presse-Agentur an diesem Freitag um 12.45 Uhr. Unsere knallharte Nachfrage hat allerdings zu unserem Erstaunen ergeben, dass es sich bei der Falschgeld-Bande nicht um die Europäische Zentralbank (EZB) handelt, die bekanntlich gerade unter Anwerfung der Notenpresse mehr als eine Billion Euro raushaut; und der Kopf der Bande sei auch nicht Mario Draghi. Der ist Italiener und war unter anderem Vizepräsident von Goldman Sachs. Was wir damit sagen wollen? Nichts, rein gar nichts. Jeder bekommt im Leben seine Chance.

* Ganz schwieriger Übergang jetzt zum Papst. "Manche Menschen glauben - entschuldigen Sie den Ausdruck - dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen." Also sprach Franziskus auf der Rückreise von den Philippinen. Gut, er ist halt Argentinier. Das Temperament. Feurig. So einen Satz hätte man von Joseph Ratzinger kaum zu hören bekommen. Ratlosigkeit. Betrachten wir uns also zunächst die gesicherten Erkenntnisse. Bezüglich der Kaninchen. Dass es da recht feurig zugehen kann, sieht man schon daran, dass eine der bekanntesten Kaninchenarten das Vulkankaninchen ist, lateinisch Romerolagus diazi. Letzteres klingt fast wie "Romeo" und "Cameron Diaz" . Allerdings, so lesen wir bei Wikipedia, zähle das Vulkankaninchen zu den kleinsten Vertretern seiner Familie, "die Ohren sind kurz und rund, der Schwanz fehlt." Da weiß man jetzt nicht, ob das Vulkankaninchen Hörprobleme hat.

* Aber zurück zum Basiswissen. Das Wort "Kaninchen" komme aus dem Lateinischen, lesen wir: "cuniculus". Leute, reißt euch zusammen! Wenn mir hier jetzt irgendeiner dazwischenplärrt, die Brisanz der ganzen Sache werde schon daran sichtbar, dass man an der Stelle verdammt aufpassen müsse, wo doch "cunnilingus" ganz ähnlich klinge, dann ist gleich Schluss mit lustig, dann brechen wir die Sache hier ab! Also. Kaninchen gehören - Achtung, Biologie-Leistungskurs - zur Familie der Hasen. Die seien allerdings, so Wikipedia, "keine systematische Gruppe". Was wahrscheinlich bedeuten soll, dass ihr Spontanitätsfaktor recht hoch ist, der sogenannte High-Hoppel-Faktor. Wir kennen den Hasen gut aus dem deutschen Liedgut, zum Beispiel: "Häschen in der Grube//saß da und schlief", oder aus dem Werk des berühmten Sängers Chris Roberts "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts//Nur Gras und Klee und im Winter viel Schnee//Mein Name ist Hase, ich weiß nicht Bescheid." Super. Die Bahn erwägt, das zu ihrer Firmen-Hymne zu machen. Es gibt dann noch einen Fernseh-Trickfilm-Hasen: Bugs Bunny. Bunny ist außerdem - wir müssen das der Vollständigkeit erwähnen - das Wahrzeichen des Magazins "Playboy" - ein Presseorgan, das bekanntlich vor allem wegen herausragender Interviews hoch im Kurs steht. Ansonsten, liebe Kinder, fragt diesmal ausnahmsweise den Papa.

* Als hätte es die "Bild"-Zeitung geahnt! Sie vermeldet dies: Der ehemalige Fußball-Nationalspieler und jetzige Co-Trainer von Werder Bremen, Torsten Frings, ist vom DFB-Sportgericht zu einer Strafe von 3.000 Euro verurteilt worden, weil er am 7. Dezember einem Schiedsrichter und dessen Assistenten nachrief: "Ihr habt gepfiffen wie Osterhasen!" Daraus resultieren schwierige Fragen. Ist die Auffassung des Papstes, Katholiken bräuchten sich nicht wie Karnickel zu vermehren, womöglich vor allem in Richtung Schiedsrichter-Familien gemeint? Und: Betrifft die Ermahnung des Papstes vor allem die Zeit um Ostern herum? Was uns in diesem Kontext vor allem stutzig macht: Laut Wikipedia hat Torsten Frings fünf Geschwister - aber selbst nur zwei Kinder!

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* Vielleicht spielt bei alledem auch noch eine Rolle, dass Torsten Frings keine guten Gefühle hegt, wenn er an das Heimatland des Papstes, Argentinien, denkt. Wir Älteren erinnern uns: Nach unserem 4:2-Viertelfinalsieg gegen Argentinien bei der Fußball-WM 2006 gab Frings dem Argentinier Julio Ricardo Cruz eine Ohrfeige, ohne jeden Zweifel in Notwehr. Weil Frings deswegen für das Halbfinale gegen Italien gesperrt wurde, verloren wir. Frings wurde aber nur gesperrt, weil ein Kamerateam die Ohrfeigen-Szene veröffentlicht hatte. Das Kamerateam kam - kein Scherz - aus Italien. Das alles ist sehr bedrückend und wird gerade Franziskus als Argentinier, der versucht, die Italiener zu missionieren, hart ankommen. So hängt mal wieder alles mit allem zusammen.