Tornados – husch, husch ins Bettchen

Ein Bundeswehr-Aufklärungsflugzeug vom Typ Tornado. Foto: dpa

Wir hoffen ja alle auf Erleuchtungen. Aber manchmal wird es so grell, dass es auf keine Elefantenhaut mehr geht. Und dann gibt's was auf die Socken.

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. Die Elefantenrunde des SWR zur rheinland-pfälzischen Landtagswahl ist jetzt einvernehmlich in trockenen Tüchern. Zugesagt haben der kleine Edgar aus dem Zoo Berlin (echt), geboren am Neujahrstag, Dumbo, der fliegende Elefant sowie Elefanten-Oberst Hathi aus dem Dschungelbuch. Als Moderator des Friedens steht Ghandi parat, den wir, echt, kein Scherz, auf der aktuellen Liste des Heidelberger Zoos fanden.

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Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) schockt die Öffentlichkeit mit der Meldung, wonach die Handballnationalmannschaft Sloweniens von der Disziplinarkommission der Europäischen Handball-Föderation (EHF) zu 500 Euro Geldstrafe verdonnert wurde, weil im EM-Spiel gegen Schweden nicht alle slowenischen Spieler gleichfarbige Socken trugen. Die Begriffe „Sockenschuss“, „faule Socke“ und „von den Socken sein“ erscheinen da in völlig neuem Licht, ebenso die Soccer-League in den USA. Die Slowenen werden wahrscheinlich ein Gnadengesuch einreichen, weil, wir Hausmänner wissen: Mit den Socken passieren in der Waschmaschine immer schlimme Dinge. Fast könnte man meinen, irgendein Gesockse würde da Sabotage betreiben. Zum einen kommen Socken oft andersfarbig aus der Waschmaschine heraus, als wie dass sie hineingegeben wurden, vor allem dann, wenn man aus Effizienzgründen weiße Socken bei 90 Grad mit dunkelfarbigen T-Shirts zusammen wäscht. Zu den noch unerforschten Phänomenen des irdischen Daseins gehört auch die Tatsache, dass sich einzelne Socken während des Waschvorgangs auf die Flucht begeben, man könnte auch sagen: sich auf die Socken machen, denn man tut Socken paarweise in die Waschmaschine hinein und am Ende kommen teilweise Paare, aber auch einzelne Socken wieder heraus. Man könnte mithin vom seltsamen Paarungsverhalten der Socken sprechen. Oder, in Anlehnung an den Film von Rainer Werner Fassbinder „Angst essen Seele auf“: „Waschmaschine essen Socken auf.“

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Die Slowenen hätten sich aber eigentlich von ihren schwedischen Gegnern erzählen lassen können, dass verschiedenfarbige Socken nicht gut sind, denn zum Beispiel die Elche in Schweden tragen, wenn sie welche anhaben, immer gleichfarbige Socken, soweit wir wissen. Die Schweden hinwiederum, so berichtet dpa, mussten Strafe zahlen, weil ein Spieler ein T-Shirt angezogen hatte, das nicht zur sonstigen Spielbekleidung passte. Wir kennen vom Hörensagen eigentlich nur die gegenteilige Systematik, dass nämlich Geld nicht eingefordert, sondern gegeben wird, und zwar zum Beispiel an jüngere Damen in manchen Bars, und dann auch nicht für das An-, sondern für das Ausziehen von T-Shirts. Man nennt das wohl Tabledance. Schrecklich.

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Wie kriegen wir jetzt den Übergang zur Verteidigungsministerin von der Leyen, U-Boot-Ursula, wie wir sie nennen, und zu den Tornado-Jets, die den IS bekämpfen sollen? Kurz gefasst ist es, kein Scherz, so, dass nach einem Software-Update die Beleuchtung in den Tornado-Cockpits zu stark ist und blendet, sodass die Tornados nachts nicht funktionieren. Böse Zungen sprechen nun schon despektierlich von Uschis Lampenladen. Gut, das prinzipielle Phänomen ist nicht ganz unbekannt: Im Dunkeln//ist gut munkeln, wohingegen zu grelles Licht, zum Beispiel in Badezimmern, zu Depressionen führen kann, wenn mehr Unschönes sichtbar wird als erhofft.

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„Schaaatz.....“

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Dass die Tornados nachts nicht fliegen dürfen, spart Energie, denn: Nachts ist es kälter als draußen. Man muss dann halt nur dem IS Bescheid sagen, dass er nachts keine Aufmerksamkeit kriegt, weil die Tornados alle schon im Bettchen sind. Auch früher gab es Probleme, weil man zum Beispiel wusste: Glühbirnen sind leicht aus der Fassung zu bringen. Aber mit den Sparlampen fing das Elend erst so richtig an. Ansonsten fällt uns bei der Thematik ein: Wie ist das überhaupt so, bei Militärjets? Abblendlicht? Fernlicht? Blinker links? Blinker rechts? Warnblinkanlage? Und vor allem: Was ist mit Nebellampen? Und wo wir schon mal bei Elektrisch 5.0 sind: Wie steht‘s mit Zigarettenanzündern in Tornado-Cockpits?

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Es ist zwar kein Trost, aber für die Tornado-Cockpit-Situation gilt, was schon Goethe wusste: „Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.“ (Populärversion: „....ist auch viel Schatten.“) Dass das aus „Götz von Berlichingen“ stammt („...er kann mich im A... lecken!“) ist jetzt aber auch kein wirklich gutes Omen für die Tornados.