Tilda Swinton und die baktrischen Prinzessinnen

Das Gesicht der Fashion Week in Berlin - Tilda Swinton. Foto: Anja Kossiwakis

Die Berliner Fashion Week wurde diesmal zwar vom Brandenburger Tor verdrängt. Doch sehenswert sind die präsentierten Kreationen allemal.

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. Nach einem kurzen Boxenstopp zu Hause sitze ich um 5.11 Uhr schon wieder im Zug nach Berlin. Die Fashion Week findet dieses Mal wegen der Fanmeile nicht am Brandenburger Tor statt, sondern im Erika-Heß-Eisstadion. Das kenne ich gar nicht! Dann lasse ich mich mal von der neuen Location überraschen.

Zwischen großen Wohnblocks und einer autobahnähnlichen Straße befindet sich das Eisstadion. Also da hat es mir am Brandenburger Tor aber besser gefallen und das war viel zentraler gelegen.

Nach dem Eingang führt der rote Teppich direkt zu Eislounge von Germanwings. Das sieht lecker aus und ich probiere sofort das Mango-Sorbet. Eigentlich ist es hier im Eisstadion doch ganz schön...

Inspiriert von Kalkstein

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Die erste Show von Roshi Porkar beginnt gleich. Aber Tilda Swinton - das "Gesicht der Fashion Week" lässt noch auf sich warten. Umringt von Bodyguards wird sie zu ihrem Platz gebracht. Nun geht es los. Roshi Porkar hat sich von den "Baktrischen Prinzessinnen", einer kleinen Gruppe frühzeitlicher Miniaturskulpturen aus Speck- und Kalkstein, inspirieren lassen.

Die Mode erinnert wirklich an die Urzeit. Die Models laufen in gemütlich wirkenden Fell- und Wollgewändern über den Laufsteg. Das Material sieht faszinierend aus. Kein Wunder, dass Roshi Porkar mit ihrer Kollektion den renommierten Chloé-Preis beim internationalen Modedestival in Hyères gewonnen hat!

Anja Kossiwakis