Suche nach Weltkriegsbomben am Bahnhof in Gießen

Im Bereich des Bahnhofes in Gießen laufen am Montag und Dienstag Sondierungen, um eventuell im Boden liegende Weltkriegsbomben zu finden. Archivfoto: Katrina Friese

In der Nähe des Gießener Bahnhofs beginnt an diesem Montag die Suche nach Weltkriegsbomben. Im Falle einer Entschärfung müssen bis zu 15.000 Menschen das Gebiet zeitweise räumen.

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BERLIN. In der Nähe des Gießener Bahnhofs beginnt an diesem Montag die Suche nach Weltkriegsbomben, die möglicherweise im Boden schlummern. Sollten Blindgänger gefunden werden, könnte für die Entschärfung die Evakuierung eines größeren Gebietes notwendig werden, hatte die mittelhessische Stadt bereits vorgewarnt. Im schlimmsten Fall wären dann auch Klinken, Altenheime, Kitas und Schulen sowie rund 15.000 Anwohner betroffen. Allerdings betonte die Stadt: "Ob dies überhaupt so kommt und wer davon betroffen wäre, ist derzeit unklar."

Bei Voruntersuchungen 16 Auffälligkeiten festgestellt

Die Sondierungsarbeiten sollen noch bis Dienstag laufen. Auf dem Gelände einer geplanten Fahrradabstellanlage waren bei Voruntersuchungen 16 "Auffälligkeiten" festgestellt worden, die nach Angaben der Stadt beispielsweise auf Metall im Untergrund hindeuten. Es müsse sich nicht um Blindgänger handeln, könne aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Erst nach dem Fund einer Fliegerbombe könne entschieden werden, in welchem Umkreis das Areal geräumt werden muss. Möglich sei in diesem Fall ein Radius von 500 Meter bis zu einem Kilometer. Im Bereich des Gießener Bahnhofs waren während des Zweiten Weltkrieges viele Bomben niedergegangen.

Von dpa