Sieben Flaschen Gas - wer macht denn das?

Angela Merkel und ihr Ehegatte im Urlaub auf Ischia. Foto: dpa

Sogar im Urlaub ist unser aller Kanzlerin bisweilen von dubiosen Gestalten umgeben.

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. Es ist natürlich gröbster Unfug und überhaupt ganz furchtbar sarkastisch, zu überlegen, ob zum Beispiel Syrien demnächst weltweit Annoncen schaltet: "Besuchen Sie Syrien und nicht North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina. Bei uns werden Sie, wenn überhaupt, wenigsten von vorne erschossen."

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Ganz bitter. Aber so ist das Leben. Kommen wir zu harmlosen Dingen. Die Belastungsfähigkeit der Schiersteiner Brücke wurde mit Hilfe tonnenschwerer Lastkraftwagen getestet. Da hätte man eine richtige Medienshow draus machen können, aber wir vermuten, Reiner "Calli" Calmund, Peter the Body Mass-Index Altmeier und Cindy aus Marzahn haben wegen zu geringer Gagen-Angebote abgesagt.

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A propos Bimbes. Der sogenannte griechische Ministerpräsident Tsipras besuchte Putin, und überraschenderweise stand am Ende nicht der Beitritt Griechenlands zur UdSSR, was ohnehin schwer gewesen wäre, aber es gibt ja die unglaublichsten Comebacks. Immerhin konnte man nach den ersten Berichten an ein mordsmäßiges Gas-Pipeline-Geschäft zwischen Athen und Moskau denken, aber bei näherem Betrachten hat das den Spezialisten in Brüssel dann doch nur ein breites Grinsen entlockt, weshalb der Begriff "Lachgas" nun in neuem Licht erscheint. Wir spekulieren, Putins Forderungen waren einfach zu hoch: Berufung Gerhard Schröders zum griechischen Energieminister ("Hömma, wenn der Siggi das in Berlin hinkriegt, dann schaff‘ ich das in Athen sogar ohne Haarefärben"), und die Erlaubnis, unter der Akropolis Fracking zu betreiben. Womit sich die Prophezeiung der berühmten französischen Sängerin und Seherin Mireille Mathieu "Akropolis adieu" deutlich der Realität genähert hätte.

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Derweil hat Athen am Donnerstag fristgerecht eine Kreditrate von 459 Millionen Euro an den Internationalen Währungsfonds überwiesen. Tsipras, sag‘ mal, wollt Ihr uns verarschen?

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Unser aller Kanzlerin urlaubte gemeinsam mit ihrem Ehemann im Hotel Miramar auf Ischia. Wir entnehmen "Spiegel Online", dass es einen Schreckmoment gegeben habe: Im Hafen von Castellamare sei ein Auto mit sieben Gasflaschen entdeckt worden. Die Überlegungen, Putin habe zu Tsipras oder Tsipras zu Putin gesagt: "Mach‘ Ihr ein Angebot!" sind natürlich abwegig. Auch ist nichts davon bekannt, dass im genannten Hafen von Castellamare ein Gedenkkreuz im Wasser stünde, wie etwa im Starnberger See für den Kini, auf dem - in Castellamare natürlich, nicht im Starnberger See" - geschrieben stünde: "Hier schläft in Frieden Luca Brasi bei den Fischen." Bei "Spiegel Online" steht allerdings, dass Merkel den Bürgermeister Giosi Ferrandino, den sie sonst immer begrüßte, diesmal nicht begrüßte, weil er wegen Korruptionsverdacht verhaftet worden sei. Er soll, kein Scherz, für den Liefervertrag mit einer Gasgesellschaft 330.000 Euro und eine Reise nach Tunesien angenommen haben. Zwei Fragen. Wurden, und wenn ja, warum, die sieben Gasflaschen im Hafen von Castellamare von den 330.000 Euro bezahlt, oder waren sie eine Art Gratisprobe, ähnlich wie bei den Hautcreme-Pröbchen, die in Frauenzeitschriften eingeklebt sind? Zweitens: Wie lange kann es dauern, bis Giosi Ferrandino, wenn er sich weiter so blöd anstellt, eine Reise nicht nach Tunesien, sondern nach North Charleston im US-Bundesstaat South Carolina angeboten bekommt, die er dann nicht ablehnen kann?

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Zurück zur Kanzlerin. Auf Fotos ist zu sehen, dass sie und ihr Ehemann die Thermalgärten "Aphrodite und Appollon" besuchten. Logisch, in welches Thermalbad sollten ausgerechnet Angela Merkel und Joachim Sauer auch gehen, wenn nicht in eines, das "Aphrodite und Appollon" heißt? Wir haben uns mal Bewertungen über das Bad angeschaut. Sehr interessant. Da schreibt zum Beispiel "framichele Kelheim": "Gäste des Hotels Miramar können auf einem Privatweg direkt im Bademantel dorthin gelangen." Super. Direkt im Bademantel, wie denn auch sonst?? Und Privatweg, das ist nur wegen der überall drohenden Gasflaschen. Framichele schreibt dann auch noch: "Ganz oben ist der FKK-Bereich." Na!! Nicht ganz zufrieden ist "MariS743 Herrsching": "Olympic-Pool war ohne Wasser." Was soll‘s? Im Kanzleramt gehören Kopfsprünge mit brutalstmöglicher Landung zum Standardprogramm. Immerhin schreibt "MariS743" weiter: "Die Toiletten links waren sehr gepflegt." Also, geht doch.