Reichweite der Zeitungen steigt auf 84 Prozent

Die digitale Reichweite von Zeitungsangeboten ist auf 63,4 Prozent beziehungsweise 44,8 Millionen Nutzer pro Woche geklettert. Foto: Canva

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Zeitungen mehr als drei Millionen zusätzliche Leserinnen und Leser pro Woche gewonnen. Das Plus geht vor allem auf einen Angebotsbereich zurück.

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BERLIN. Die Gesamtreichweite der deutschen Zeitungen steigt im "Corona-Jahr" auf 84,6 Prozent. Damit lesen 59,7 Millionen Personen regelmäßig die gedruckte Zeitung oder nutzen mindestens wöchentlich ein digitales Zeitungsangebot. Da ist das Ergebnis der aktuellen Markt-Media-Studie (2020 I) durch die ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft.

Im Vergleich zum Vorjahr gewinnen die Zeitungen mehr als drei Millionen zusätzliche Leserinnen und Leser pro Woche. Das Plus geht auf die deutlich stärkere Digitalnutzung zurück: Während 56 Prozent der Bevölkerung regelmäßig die gedruckte Zeitung lesen (39,6 Millionen Leser pro Ausgabe), klettert die digitale Reichweite auf 63,4 Prozent beziehungsweise 44,8 Millionen Nutzer pro Woche. Insgesamt erreichen die Zeitungsmarken damit mehr als acht von zehn Deutschen ab 14 Jahren.

Leser kombinieren Print und Online

Für die Berechnung dieser Netto-Gesamtreichweite zählt jeder Leser nur einmal, egal wie oft oder über welchen Kanal er die Zeitung nutzt. Tatsächlich kombinieren viele inzwischen die gedruckte mit der digitalen Lektüre: Bundesweit haben die ausgewerteten Zeitungen 41 Prozent Nutzer, die jede Woche sowohl eine Print- als auch eine Digitalausgabe lesen.

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Die Reichweite von Zeitungen im Digitalen wie auch im Print steigt an. Quelle: ZMG-Sonderauswertung der b4p 2020
Die Reichweite von Zeitungen im Digitalen wie auch im Print steigt an. (© Quelle: ZMG-Sonderauswertung der b4p 2020)

Vor allem bei den jüngeren Zielgruppen unter 30 Jahren gewinnen die Zeitungen über den digitalen Weg neue Leser hinzu - und zwar 5,8 Millionen im Vergleich zur reinen Printreichweite. Die Nettoreichweite Print und Digital beträgt in dieser Altersgruppe 76 Prozent.

Gerade in der Corona-Ausnahmesituation haben die Zeitungen für viele Bürgerinnen und Bürger an Bedeutung gewonnen. Die von den Redaktionen geleistete Einordnung des aktuellen Geschehens ist für 86 Prozent der Zeitungsleser eine wichtige Orientierungshilfe, wie eine weitere ZMG-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) unter mehr als 4000 Leserinnen und Lesern bestätigt. Für die ZMG-Studie 2020 wurden insgesamt 30.469 Personen befragt. Die Studien ist sind repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahren.

Von red