Mehrwertsteuer-Senkung für Gastronomie verlängert

aus Coronavirus-Pandemie

Thema folgen
Mit Flatterband abgesperrte Tische und Stühle vor einer Pizzeria während der Corona-Pandemie. Symbolfoto: dpa

Die Spitzen von Union und SPD haben sich auf mehrere Erleichterungen für Familien, Geringverdiener und Unternehmen in der Corona-Krise geeinigt.

Anzeige

BERLIN. Folgende Beschlüsse wurden am Mittwochabend getroffen:

STEUERHILFE FÜR UNTERNEHMEN: Der steuerliche Verlustrücktrag wird für 2020 und 2021 ausgeweitet auf maximal 10 Millionen Euro (20 Millionen bei Zusammenveranlagung). Unternehmen können damit coronabedingte Verluste in größerem Umfang steuerlich mit Gewinnen aus dem Vorjahr verrechnen, was kurzfristig Liquidität schafft.

Anzeige

CORONA-ZUSCHUSS: Erwachsene Empfänger von Grundsicherung erhalten eine einmalige Sonderzahlung von 150 Euro.

KINDERBONUS: Familien mit Kindern bekommen wie im vergangenen Jahr einen Kinderbonus als Zuschuss zum Kindergeld. Dieser soll 2021 pro Kind 150 Euro betragen. Er wird mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet, aber nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Dadurch profitieren Geringverdiener stärker.

GRUNDSICHERUNG: Die Regelung zum erleichterten Zugang zur Grundsicherung wird bis Ende 2021 verlängert. Vermögensprüfungen werden damit nur eingeschränkt durchgeführt und vorläufige Leistungen einfacher bewilligt.

MEHRWERTSTEUER IN DER GASTRONOMIE: Die Mehrwertsteuer auf Speisen in Restaurants und Bars bleibt bis Ende 2022 auf dem verringerten Satz von 7 Prozent.

Anzeige

HILFEN FÜR KULTURBRANCHE: Das Hilfsprogramm für Kulturschaffende wird mit einer Milliarde Euro fortgesetzt.

Von dpa