Mainz-05-Kader: Jeder will dazugehören

Gegen Hannover verletzt, will Fabian Frei möglichst schnell wieder im 05-Kader stehen. Am liebsten schon in Berlin. Archivfoto: Harald Kaster

Klar, der Schweizer Fabian Frei gehört trotz Langzeitverletzung natürlich zum Kader. Bei Niki Zimling und Henrique Sereno scheint das "Dazugehören" nicht so eindeutig auszufallen.

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. Von Julia Sloboda

Fabian Frei hatte es selbst gesagt: Das Bundesliga-Spiel des FSV Mainz 05 gegen Hertha BSC ist sein Ziel. Da will der Schweizer Neuzugang, der sich Ende August am Oberschenkel verletzt hatte und seitdem ausgefallen war, wieder mit dabei sein. Notfalls auch auf der Bank. Um vor dem anstehenden Urlaub das Gefühl zu bekommen: Ich gehöre dazu.

Martin Schmidt weiß um die Bedeutung dieses Gefühls. Und dennoch ist der 05-Trainer unschlüssig, wie er mit seinem Landsmann an diesem Wochenende verfahren soll. Der 48-Jährige schwankt zwischen zwei Extremen: der vorsichtigen und der mentalen Komponente. „Ihn mental zu stärken, würde bedeuten, ihn mitzunehmen“, stellt Schmidt klar. Doch der Schweizer weiß auch, worauf es bei Frei eigentlich ankommt. Und das ist die Zeit ab Januar. „Wichtig ist, dass er dann den Kampf neu aufnehmen kann“, betont der Coach, der die Trainingseinheiten abwarten will, bevor er sich für oder gegen Frei entscheidet.

Ab Januar gilt es für den Mittelfeldspieler, der nach seiner Verpflichtung auf der Doppel-Sechs neben Julian Baumgartlinger eigentlich gesetzt war. Doch in seiner Abwesenheit haben Danny Latza und auch Gonzalo Jara ihre Ansprüche geltend gemacht. Es ist ein offener Kampf, der in ähnlichem Maße auch in der Abwehr ausgetragen wird. Mit Leon Baloguns Rückkehr und den beiden Startelfeinsätzen von Alexander Hack werden auch hier die Karten neu gemischt.

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Zwei Kandidaten auf der Kippe

Zwei Kandidaten mischen momentan auf gar keiner Position mit: Sowohl Niki Zimling als auch Henrique Sereno standen in der Hinrunde erst einmal im Kader. Möglich, dass sie in der Winterpause den Verein verlassen. Bisher habe es keine Gespräche über einen möglichen Abgang gegeben, sagt Martin Schmidt. Doch der Trainer weiß auch, dass „zwei bis drei Spieler das Gespräch mit Christian Heidel suchen werden“. Das Gefühl, so richtig dazuzugehören, dürfte sich in der ersten Saisonhälfte weder bei Zimling noch Sereno eingestellt haben. Und im Gegensatz zu Fabian Frei ist bei den beiden auch nicht absehbar, dass sich daran etwas ändert.