"Lass uns reden", sagt die Fahrerin zum Auto

Tier der Woche: der Hamster. Foto: dpa

Alle Menschen haben so ihre Schrullen. Jetzt allerdings hat die Bundesregierung unseren Blick auf Lebewesen gelenkt, bei denen das Thema “Taschen” fast noch stärker...

Anzeige

. Unsere Olympioniken sind wieder da, wie schön. Wunderbarer Empfang in Frankfurt, Stadt der Bembel-Medaillen. Auf dem Eisernen Steg ging es über den Main. Böse Zungen behaupten, für das deutsche Schwimmteam seien unten im Fluss Pontons, Unmengen von Rettungsringen und Boote voller Rettungstaucher platziert worden. Nur vorsichtshalber. Laut einem Radiobericht, kein Scherz, hatte die deutsche Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig noch im Flieger aus Rio beklagt, dass der Gin alle sei. Is‘ klar, nach dem vielen Sand. Komischerweise gab ihr dann aber niemand den Tipp, doch mal den Flugkapitän zu fragen, ob er nicht aus seinem eisernen Vorrat.....kleiner Scherz.

*

An dieser Stelle wird es Zeit, persönliche Konsequenzen zu ziehen und alte Animositäten zu begraben. Botschaft von einem alten Ruderer an die Paddler: Leute, hammerhart und erste Sahne, was ihr da in Rio geliefert habt! Man muss wissen: Ruderer und Paddler haben‘s normalerweise nicht so miteinander. Früher, beim Training auf dem Lampertheimer Altrhein, haben die Paddler uns Ruderer „Rückwärtsfahrer“ genannt, weil Ruderer halt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzen, was den Vorteil hat, dass man das ganze Elend, das vor einem liegt, nicht sieht. Wir haben sie dafür als „Salatstecher“ verhöhnt. Also: Frieden, Freundschaft. Letztlich sitzen wir doch alle in einem Boot.

*

Anzeige

Kein Scherz: Eine Forsa-Umfrage hat ergeben, dass der eigene Wagen für 18 Prozent der Autobesitzer in Deutschland „nicht nur ein guter Freund ist“. Naaa, ist da mehr? Wem fliegt denn da gleich das Blech weg? Der Begriff „heiße Kiste“ erscheint da in neuem Licht. 14 Prozent der Männer sprechen demnach manchmal mit ihrem Auto – aber 29 Prozent der Frauen! Das kann unterschiedliche Gründe haben. Vielleicht parken manche Männer einfach rückwärts ein, wohingegen Frauen vor einem so einschneidenden Ereignis vielleicht vorher mit ihrem Auto noch mal reden. Die wichtigste Frage wurde in der Umfrage allerdings nicht gestellt: Wie viele deutsche Männer sprechen öfter mit ihrem Auto als mit ihrer Frau? Und warum?

*

Kommen wir zu ernsten Dingen. Die Bundesregierung hat ein neues Notfallkonzept verkündet – nein, nicht für sich selbst! Vielmehr mit Blick auf die Lebensmittel und sonstigen Dinge, die man mit in den Bunker nimmt, wenn auf den letzten Drücker doch noch ein Atomkraftwerk hochgeht, was Gott verhüten soll. Der Volksmund spricht in diesem Zusammenhang dann davon, es würden Hamsterkäufe getätigt, kurz: gehamstert. Der Hamster. Viele kennen dieses possierliche Tierchen ursprünglich aus der Redensart: Ich glaub‘, mein Hamster bohnert. Das soll totale Überraschung ausdrücken. Etwa wie: Ich glaub‘, mich knutscht ein Elch. Allerdings hat Ikea jetzt das lebenslange Rückgaberecht für geknutschte Elche widerrufen.

*

Der Hamster weist eine körperliche Besonderheit auf, die sogenannten Backentaschen. Entgegen einem weit verbreiteten Irrtum handelt es sich bei Backentaschen also keineswegs um Damenhandtaschen, die, Richtung schräg nach hinten orientiert über der Schulter getragen, etwas unterhalb der Rückenpartie anlanden. Der Hamster transportiert in seinen Backentaschen, seinem erweiterten Mundraum, Wintervorräte in vergleichsweise riesigen Mengen. Laut Wikipedia wurde ein Zwerghamster mit 42 Sojabohnen in den Backentaschen gefunden; von 90 Kilo Gesamtmaterial pro Saison ist ebenfalls zu lesen. Vergleiche mit den Gepflogenheiten bei Damenhandtaschen, für die im Übrigen ja auch der Begriff von der „Tiefe des Raums“ erfunden wurde, drängen sich auf. Aber heute haben wir echt keine Lust, uns wieder mit Kampf-Emanzen anzulegen, das ist so langweilig.

Anzeige

*

Zurück zum Hamster. Dessen Wintervorräte bestehen meistens aus Körnern. Weil die meisten Hamster keine Alkoholiker sind, fällt es ihnen leicht, die Körner lange aufzubewahren. Allerdings soll es auch schon Fälle gegeben haben, in denen sich die alte Weisheit „auch ein blinder Hamster trinkt mal einen Korn“ bestätigte. Die meisten Hamster halten sich von Alkohol fern, weil sie anderenfalls weiße Mäuse sehen.