Ho! Ho! Ho Chi Minh!

Über den Hahn-Deal lächelt niemand mehr - außer die nicht existenten Chinesen. Foto: dpa

Asien liegt uns ja im Prinzip durchaus am Herzen. Aber wenn Chinesen, die weder existieren noch zahlen, den Flughafen Hahn kaufen wollen, dann ist das fast so bekloppt wie diese...

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. Listen to me, ihr Brexit-Knalltüten. What the fuck macht ihr da für einen Scheiß? Ihr werdet schon sehen, was ihr davon habt. Ein Pfund sind nur noch 400 Gramm. Beim Ruderrennen Oxford gegen Cambridge fahren nicht mehr zwei Achter gegeneinander, sondern nur noch zwei Vierer. Beim Pferderennen in Ascot geht den adligen Damen der Hut hoch. Und in Wimbledon werfen sich die Menschen weinend auf den heiligen Rasen, um das Gras wachsen zu hören, weil niemand weiß, wie‘s weitergehen soll.

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Aber in Wahrheit hat alles viel früher angefangen, und wieder hängt alles mit allem zusammen. Es war nämlich eine riesengroße Verschwörung! Finale der Fußball-WM 1966, Wembley-Stadion in London. Dank der Machenschaften des Schweizer Schiedsrichters Gottfried Dienst und des sowjetischen Linienrichters Tofiq Bahramov, die das 3. Tor der Engländer gaben, obwohl es keins war, wird England unverdient Weltmeister, wobei aber klar ist, dass das Schicksal England dafür hart bestrafen wird. Bei solchen Sachen geht das ganze Karma in den Eimer. Und genau das wollten Dienst und Bahramov. Dienst war daran gelegen, dass Schwarzgeld nicht in den britischen Steueroasen, sondern in der Schweiz angelegt wird, Bahramov wollte generell den Westen und die Nato schwächen, wie diese Sowjets damals halt so waren. England gewann nie mehr einen Titel, und nach dem Brexit 2016 legt kein Mensch mehr Geld in England an. Demnächst wird irgendjemand den großen Stöpsel ziehen, und die britische Insel versinkt im Meer....kleiner Scherz.

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Und was speziell den englischen Fußball angeht: Müssen wir da mehr sagen als „Island“? Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der laut Wikipedia um 870 in Nordisland überwinterte und die Insel nach sich selbst „Gardarsholm“ nannte. Laut heftig dementierter Gerüchte gründete Svavarsson später in seiner schwedischen Heimat ein Möbelhaus; im Sonderangebot: „Gardarsholm“, der Bretterzaun für den Garten, oder so ähnlich. Manche glauben auch noch immer, die Wikinger hätten Wikipedia gegründet. Berühmte Wikinger sind zum Beispiel Erik der Rote (950 – 1003), vielleicht ein Vorfahre von Erich Honecker, sowie Hägar, der Schreckliche, den Lesern unserer Zeitung seit langem als Comicfigur bekannt. Ob Hägars Tochter Honi irgendetwas mit Honecker zu tun hat, ist unbekannt. Laut Wikipedia kann sich Honi nicht entscheiden, ob sie eine Kriegerin sein oder heiraten will. Unklar ist uns, warum niemand Honi gesagt hat, dass das im wahren Leben oft ein- und dasselbe ist. Dann gibt es noch Hernia-Tritta, die den Sohn Hägars, Hamlet, heiraten möchte und zur Manifestierung ihrer Besitzansprüche schon mal ihre Namensschilder in seine Wäsche näht. Männer, Leidensgefährten, Kampfgenossen: Das beste Gegenmittel ist in so einem Fall, aus den Dior- und Lanvin-Klamotten der betreffenden Dame großflächig die Marken-Etiketten herauszuschneiden.

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Schwieriger Übergang jetzt. Die wunderbare rheinland-pfälzische Landesregierung versucht sich gerade an einer Weltsensation: Verkauf des Flughafens Hahn an einen Käufer, der nicht existiert und außerdem nicht zahlt. Angebliche chinesische Obermuftis entpuppen sich als heruntergekommener Reifenhandel. Total profillos, das Ganze. Der Begriff „einen Platten haben“ erscheint da in völlig neuem Licht.

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Bei Chinesen denken wir auch immer an die Lehár-Oper „Land des Lächelns“, aber bei dem Hahn-Deal sollte es wohl besser heißen „Land des Gelächters“. Scherzkeks statt Glückskeks. Im Frankfurter Bahnhofsviertel läuft so ein Deal wahrscheinlich seriöser ab. So eine Nummer bringt ganz Asien in Verruf, da könnte man vor Zorn glatt wieder in den alten 68-er Schlachtruf „Ho! Ho! Ho Chi Minh!“ verfallen. Böse Zungen behaupten, Chinesen wollten in Wahrheit am Hahn eine Formel 1-Rennstrecke mit Freizeitpark bauen. Codename: „Unternehmen Gelbe Hölle“. Nur gut, dass die Ministerpräsidentin vorerst mal den Stecker gezogen hat. Dreyers Drexit, sozusagen.