Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle

Der Sheriff. Foto: Verlag Ludonaute

„Colt Express“, das „Spiel des Jahres 2015“, ist wie ein Film mit Bud Spencer und Terence Hill. Es wird ordentlich geballert und gekloppt – aber zum Schluss sind doch...

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. Eine Handvoll Banditen überfällt einen Zug. Geld und Diamanten winken, aber auch blaue Bohnen. Denn mit an Bord ist der Sheriff – und mit dem ist nicht zu spaßen.

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Gauners auf der Suche nach fetter Beute. Mit Hilfe verschiedener Karten bewegen sich die finsteren Gesellen: vor und zurück, aber auch hinauf aufs Waggondach oder wieder hinunter. Sie können außerdem schießen, Faustschläge verteilen, Beute einsammeln – oder den Sheriff bewegen. In jeder Runde haben die Spieler vier bis fünf Karten zur Auswahl, die sie abwechselnd teils verdeckt, teils offen ausspielen. Zudem hat jeder Halunke noch Sonderfähigkeiten. Und so kommt es immer wieder zu Überraschungen, wenn der Sheriff plötzlich in das Geschehen eingreift oder sich die Diebe gegenseitig verprügeln oder abknallen.

„Colt Express“ von Christophe Raimbault ist ein flottes, kinderleichtes Spiel, das durch seine dreidimensionalen Aufbau auch optisch Spaß macht. Der Spielmechanismus erinnert ein wenig an „Absackerspiele“ wie Kalimambo: Strategen können viel planen – zum Schluss kommt es meist doch anders als man denkt. In unserer Spielerunde war die gewiefteste Taktikerin auf dem letzten Platz.

Passend dazu gibt es dazu im Handel auch eine sehr gelungene Erweiterung mit Postkutsche und Pferden.

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Fazit: Ein kurzweiliges Abenteuer für das Ende eines Spieleabends. Zuvor darf’s aber gerne was Anspruchsvolleres sein.

Spiel: Colt Express; Verlag Ludonaute (Vertrieb: Asmodee) Zahl der Spieler: 2-6 Preis: ca. 20 Euro Alter: laut Verlag ab zehn Jahren (geht meiner Meinung nach aber auch sehr gut mit Jüngeren) Dauer: 30 Minuten Anleitung: gut Spielmaterial: sehr gelungen