Halloween – Horror für Harte

Clowns waren mal lustig - mit derlei Masken nicht mehr. Foto: dpa

370 Zwischenfälle mit Horror-Clowns wurden bislang in Deutschland registriert. Böse Zungen behaupten allerdings, der diesbezüglich schlimmste anzunehmende Unfall drohe in den...

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. Termin für die US-Präsidentschaftswahl ist am 8. November. Das ist also praktisch Halloween für die Hartgesottenen. Der Clown, der da zuzuschlagen droht, braucht auch kein Kostüm und keine Maske. Die Dauerwelle reicht. Der Begriff „der hat' ne Meise unterm Pony“ erscheint da in völlig neuem Licht.

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Wir lasen am Donnerstag in der Tagespresse: Die Nato plant die Entsendung von je tausend Soldaten nach Estland, Lettland und Litauen, um der russischen Bedrohung etwas entgegenzusetzen. Unbestätigt blieben Vermutungen, die Nato werden bis zu 100.000 Soldaten in die USA entsenden, falls der Irre aus der Immobranche Präsident wird. Bundesverteidigungsministerin von der Leyen, U-Boot-Ursula, wie wir sie nennen, hat erklärt, dass diese Entsendung ins Baltikum „defensiv“ angelegt sei. Nun gibt es Gerüchte, dass das, was sie damit meint, Folgendes ist: Die Deutschen kommen mit dem Marinehubschrauber MH 90, der nicht dicht ist, jedenfalls nicht wasserdicht, und dem sogenannte Sturmgewehr G 36, das deshalb Sturmgewehr heißt, weil bei starkem Wind die Gewehrkugeln abgetrieben werden und das G 36 somit um die Ecke schießt. Das nennt Leyen defensive Waffen, die für die Defensive sicher gut geeignet sind, genau wie elektrische Rasenmäher und vegane Wäschetrockner.

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Deutschland hat, so lesen wir bei der Deutschen Presse-Agentur, die Führung des Nato-Verbands in Litauen übernommen. Laut gut informierter Kreise wurde die litauische Wasserwacht in höchste Alarmbereitschaft versetzt, um gegebenenfalls den MH 90 aus Seenot zu retten, und der litauische ADAC für andere deutsche Militärfahrzeuge. Der für Litauen vorgesehene Verband solle bis Juni einsatzbereit sein, lesen wir. Das ist gut, denn im Juni ist es draußen lange hell – falls die eine oder andere Schweinwerferlampe den Geist aufgibt.

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Wahrscheinlich wird der ganze deutsche Militärtross mit der Bahn nach Litauen verfrachtet, weil das Transportflugzeug A 400 M, na ja, wie sollen wir sagen, sich einen gewissen Wettbewerb mit dem MH 90 liefert und von der Süddeutschen Zeitung als „Problemflieger“ bezeichnet wird, was klingt wie „Problembär“, wobei der Flieger größer ist, aber der Bär sogar vielleicht besser fliegen kann. Beim A 400 M wurden laut „Spiegel“ kürzlich Probleme mit der obersten Lackschicht festgestellt, wobei, nun ja, dass der Lack irgendwann ab ist, das wissen wir doch alle. Außerdem gebe es Risse am Mittelrumpf. Na, das kennt doch jeder Häuslebauer. „Das sind die typischen Setzrisse, harmlos“, sagt dann der Architekt. Genau. Und der halbe Meter Wasser im Keller ist die typische Neubau-Feuchtigkeit. Alles im Griff.

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Von der Leyen will nun laut Süddeutscher Zeitung wegen der A 400 M-Probleme gemeinsam mit Frankreich amerikanische Hercules-C-130J-Transportflugzeuge einsetzen. Amerikanische Flugzeuge, gut, solange bloß nicht der Irre aus der Immobranche raussteigt. „Gemeinsam mit Frankreich“ heißt: Das Essen an Bord wird besser und die Stewardessen sind attraktiver. Dafür wird öfter mal gestreikt, aber das interessiert keine Sau, dann nehmt ihr halt die Bahn. Die Hercules sei in der Lage, auch auf Flugplätzen „mit nicht perfekt ausgebauter Infrastruktur“ zu landen. Mit anderen Worten: auf jedem Kartoffelacker, oder, noch schwerer: auf dem neuen Hauptstadtflughafen BER.

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In diesem Zusammenhang lässt es sich die Süddeutsche Zeitung nicht nehmen, die G 36-Problematik – Achtung, super Wortspiel: ins Visier zu nehmen. Leyen habe die Ausmusterung des G 36 angeordnet, „ohne für die nächsten Jahre Ersatz bieten zu können. Als Ergebnis laufen die Soldaten nun mit einer Waffe durch die Gegend, die ihre Chefin für untauglich erklärt hat.“ Nun, man kann nicht alles haben. Genau so blöd ist es doch, du läufst mit einer Chefin durch die Gegend, die du nicht so für die geeignete Waffe hältst. Die Zeitung leitet daraus ab: „Die Herausforderung ist derart komplex, dass die Ministerin sich ihr mehr als nur vier Jahre widmen sollte.“ Spiel's noch einmal, Uschi.