Es gibt genug gute Omen vor Gladbach-Spiel

Jannik Huth lässt sich un die Mannschaft auf dem 05er-Zaun feiern. Eine Szene wie gegen Hertha BSC wünschen sich die Fans auch nach dem Duell mit Borussia Mönchengladbach. Foto: Harald Kaster

Ein Sieg gegen Borussia Mönchengladbach könnte der vorletzte Schritt im Kampf um den Klassenerhalt sein. Und die Vorzeichen stehen für den FSV Mainz 05 nicht schlecht...

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. Von Julia Sloboda

Es ist eine Riesenchance, die sich dem FSV Mainz 05 beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag (15.30 Uhr) bietet. Die Chance, den Schwung aus den vergangenen beiden Partien mitzunehmen und – angesichts der Konstellation im Abstiegskampf – einen großen Schritt in der Tabelle zu machen. Die Konkurrenten Hamburg und Augsburg treffen aufeinander und „klauen“ sich die Punkte, Wolfsburg muss gegen die Bayern ran. Für die Mainzer die Gelegenheit, sich im engen Kampf um den Klassenerhalt, einen Vorteil zu verschaffen.

Den Schwung aus zuvor guten Partien mitzunehmen, ist den 05ern in der Rückrunde bisher schwer gefallen. Dem Sieg gegen Augsburg folgte die Niederlage gegen Bremen, der Vier-Punkte-Serie gegen Leverkusen und Wolfsburg folgten erst die Pleite in Darmstadt und anschließend vier weitere Niederlagen. Jetzt bloß nicht wieder einen Dämpfer zur Unzeit kassieren, sagen die Pessimisten. Die Optimisten schauen auf die vergangenen beiden Partien und eine Leistung, die Mut gemacht hat. Ein Sieg gegen Gladbach könnte der vorletzte Schritt für den Klassenerhalt sein.

Und dafür stehen die Omen nicht schlecht. Wieder treffen die 05er auf einen Gegner, der unter der Woche schmerzhaft in einem Wettbewerb ausgeschieden ist und 120 Minuten in den Beinen hat. Wieder wird Jannik Huth zwischen den Pfosten stehen, der in den vergangenen beiden Partien mit der Mannschaft vier Punkte geholt hatte – und von Trainer Martin Schmidt unlängst als Glücksbringer bezeichnet wurde.

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Es ist völlig normal, dass man sich in einer sportlich schwierigen Lage an jeden Strohhalm klammert. Das Aus der Gladbacher und Huth im Tor sind zwei solcher Halme. Ein weiterer könnten die Trikots sein. In München wollten die Mainzer eigentlich ganz in weiß spielen. Weil das nicht ging, wählten sie erstmals schwarze Hosen zum weißen Oberteil. Eine Glückskombination?

05-Trainer Schmidt ist auch hier etwas abergläubisch. Als Zeugwart Walter Notter ihm in München weiße Oberteile und gelbe Hosen vorgeschlagen hatte, wehrte Schmidt sofort ab. Nein, die gelben Hosen erinnerten ihn zu sehr an die 1:6-Niederlage im Europapokal in Anderlecht. Dann lieber eine ganz neue Kombination. Die Mainzer werden für Samstag genügend gute Omen zusammentragen können. So sollte sich ein erneuter Dämpfer doch vermeiden lassen.