Die rechte Spur auf der Autobahn

Autobahn. Archivfoto: Sascha Kopp

Als Volontärin kommt man viel rum, wechselt von Station zu Station und legt dabei einiges an Kilometern zurück. Auf der Autobahn macht sie dabei immer wieder eine interessante...

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. Als Volontärin kommt man viel rum, wechselt von Station zu Station und legt dabei einiges an Kilometern zurück. Leider lässt sich so manche Strecke nur mühselig und mit großem Zeitaufwand verbunden durch öffentliche Verkehrsmittel bewältigen, weshalb die Volontärin auf das Auto zurückgreifen muss.

Auf der Autobahn macht sie dabei immer wieder eine interessante und sehr praktische Entdeckung: die rechte Spur! Die scheint für einige der Mit-auf-der-Autobahn-Fahrer nämlich noch immer als ein echter Geheimtipp zu gelten - so konsequent, wie sie von manch einem ignoriert wird. Keine Frage, wenn die Volontärin mit ihrem kleinen Geschoss zum Überholmanöver ansetzt, verlässt sie natürlich auch den rechten Fahrbahnabschnitt und nutzt die anderen Spuren. Aber sobald das überholte Objekt auf vier oder mehr Rädern im Rückspiegel zu sehen ist, schert sie sich wieder - Blinker an - auf der rechten Spur ein.

Probiert die rechte Spur einmal aus!

Doch dieses einfache und wahrlich nützliche Prinzip hat anscheinend noch nicht jeder für sich entdeckt. Auf vielen Fahrten hat die Volontärin schon Autos beobachten können, die kilometerweite Abschnitte auf der Mittelspur zubringen - ohne, dass ein weiteres Auto überhaupt in Sichtweite ist. Seelenruhig. Minutenlang. Kommt die Volontärin dann von hinten angefahren, darf sie - bei drei Spuren - von ganz rechts nach ganz links wechseln. Bei zwei Spuren bleibt ihr allein auf die Auffassungsgabe ihres Mitmenschen zu hoffen.

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Liebe Mit-auf-der-Autobahn-Fahrer (natürlich nur die, die es betrifft): Probiert es einmal aus! Ist weit und breit kein anderes Fahrzeug zum Überholen da, schaut euch die rechte Spur doch einmal an. Das tut gar nicht weh, versprochen! Die Volontärin hat mittlerweile übrigens die Station gewechselt - und fährt jetzt jeden Morgen mit dem Bus zur Arbeit.

Sina Schreiner