Der Horst hat da ein Frauenproblem

Christine Haderthauer und Horst Seehofer. Archivfoto: dpa

Die Haderthauerin fliegt mit ihren kleinen Autos aus der Kurve, wohingegen Paul Breitner wohl wieder flottgemacht wird.

Anzeige

. Der isländische Vulkan Bardarbunga weist Vermutungen, er sei mit Berlusconi verwandt, mit Abscheu und Empörung zurück. Notfalls spuckt er Gift und Galle. Auch die italienische Politikerin Federica Mogherini, neue Außenbeauftragte der EU, hat gegen Ressentiments zu kämpfen. Sie sei "zu jung und zu unerfahren", so die FAZ. Fakt ist: Sie ist 41 und habe, so die Zeitung, "seit langem enge Kontakte zu den amerikanischen Demokraten gepflegt." Das heißt, sie kennt Bill Clinton. Na dann. * Kommen wir zu ernsthaften Themen. Unser aller Bundestrainer, Limbo-Löw, wie wir ihn nennen, hat anstelle seines bisherigen Co-Trainers Hansi Flick einen neuen. Auf Deutsch: Der Jogi hat seinen Hansi ausgetauscht, der bisher der Jogi vom Jogi war. Und jetzt ist halt ein anderer der Jogi vom Jogi. Früher war der Jogi der Jogi vom Klinsi, wobei da allerdings der Jogi derjenige war, der wo Ahnung hatte vom Trainergeschäft. * Ob die neue Kiste jetzt gut geht, ist unklar, nach dem sogenannten Freundschaftsspiel gegen Argentinien diese Woche. Was Freundschaftsspiel heißt? Zum Beispiel sind Bayern gegen Dortmund oder Dortmund gegen Schalke sogenannte Dauerfreundschaftsspiele, in Fachkreisen "Games of Kalaschnikow" genannt. Nach dem Ende des Argentinien-Freundschaftsspiels hat der Deutsche Fußballbund die zurückgetretenen Miro "Fußballgott" Klose, Philipp "the Little" Lahm und Per "die Eistonne" Mertesacker gebeten, ihren Rücktritt zurückzunehmen. Später haben sich alle beim DFB das Spiel noch mal auf Video angeguckt, und dann hat der DFB auch noch Paul Breitner, Katsche Schwarzenbeck und Jürgen Grabowski gebeten, ihren Rücktritt noch mal zu überdenken. Und Uwe Seeler wird auch schon nervös. * Bei den sächsischen Landtagswahlen war die Beteiligung mit 49 Prozent historisch tief. Sachsen, wir Älteren erinnern uns, ist das Land, in dem der Sage nach die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen, womit das Wehklagen der leider allzu früh verstorbenen Sängerin Alexandra "Mein Freund, der Baum, ist tot" in einem merkwürdigen und Klinsis Ausruf vor dem Polen-Spiel bei der WM 2006 "Da brennt der Baum" in einem neuen Licht erscheint. Polen, ziemlich nah an Sachsen. Der Wahltag war der letzte Ferientag, der Wahlkampf also voll im Sommer. Da dachten die Menschen, sie hätten die Wahl zwischen Dom Rep, Malle, dem Elbsandsteingebirge und Helene Fischer - und dann sehen sie auf dem Wahlzettel doch bloß wieder CDU, SPD und die ganzen anderen Nasen. Nicht zu vergessen die FDP, seit Neuestem auch als fleischgewordene Ice Bucket Challenge bekannt. WAS FÜR EINE ENTTÄUSCHUNG! Andererseits: Wenn bei 49 Prozent allein 40 Prozent für die CDU draufgehen, konnte für die FDP ja nicht mehr viel übrig bleiben. * Die konservative Zeitung "Die Welt" schreibt, die CSU habe "inhaltliche Schwächen". JA UND??!! Hinzu komme jetzt aber auch noch ein Frauenproblem. WAAAS? Der Seehofer? Der Horst? Ein Frauenproblem? Ja, verreck‘! A bissel was geht doch alleweil. Es war ja hernach so, schreibt die Zeitung, dass dem Horst seine Staatskanzleichefin Christine Haderthauer unter die Räder gekommen ist, und dass gar niemand nicht aus der CDU dem Horst richtig gesagt hat, welche Waffen man an die Kurden liefert. Wie meinen? Ob deswegen jemand "Kruzitürken" gesagt hat? Wir sind doch keine Rassisten nicht! Bekanntlich haben die Haderthauerin und ihr Ehemann Hubert, der Haderthauer Hubsi, in der geschlossenen Psychiatrie Modellautos von einem gefährlichen Dreifachmörder basteln lassen und sie später mit Gewinn verkauft. Die Autos, nicht die Psychiatrie. Die Haderthauerin ist aber nicht deswegen zurückgetreten, weil ihre Modellautos nicht Bestandteil der für die Kurden vorgesehenen Lieferungen sind. Wie meinen? Nein, auch der gefährliche Dreifachmörder ist nicht Bestandteil der Lieferungen. Weit übertrieben sind sicher auch Spekulationen, CSU-Verkehrsminister Alexander "the Maut-Man" Dobrindt habe vorgeschlagen, die Modellautos sollten dann wenigstens quasi als eine Art Fronttheater im Sinne eines Running Gag in die Ostukraine geliefert werden, aber nur, wenn Putin Maut dafür zahlt. Wie meinen? Zynisch? Ach je, im Fronttheater sind Soldaten doch schon ganz anders überrollt worden als von Modellautos, zum Beispiel von Marilyn Monroe. Außerdem lesen wir bei Wikipedia zum Thema "Truppenbetreuung": "Ebenfalls zur Truppenbetreuung zählten schon immer Priester und Rauschmittel." Na dann.