Das Restprogramm hat es in sich

Die Mainzer haben in den kommenden Wochen einige Top-Acht-Teams vor der Brust. Am Wochenende in Hoffenheim sollte mindestens ein Punkt rausspringen wie beim 0:0 im Hinspiel (im Bild im Zweikampf v.l.: Andreas Beck, Eugen Polanski und Junior Diaz). Archivfoto: Sascha Kopp

Der FSV Mainz 05 muss in den nächsten sechs Partien gegen Top-Acht-Teams ran. Ein hartes Restprogramm, doch Punkten ist Pflicht.

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. Von Bardo Rudolf

Mit der vorgelebten Leidenschaft und dem Derby-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hat der neue Trainer Martin Schmidt beim FSV Mainz 05 eine Euphoriewelle ausgelöst. Doch kaum war der Schlusspfiff der Fußball-Bundesliga-Partie gegen die Hessen verklungen, trat Schmidt auf die Euphorie-Bremse. Viel Arbeit liege noch vor dem Team und es wird noch ein schwerer Weg zum Klassenerhalt, betont der Schweizer. Und vor allem ein Blick auf das Restprogramm gibt ihm recht.

Die Mainzer spielen in den verbleibenden zwölf Partien nämlich noch gegen die aktuell acht besten Teams der Tabelle. Die nächsten sechs Begegnungen in Folge finden sogar gegen Mannschaften aus den Top-Acht statt. Die Gegner heißen 1899 Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach, FC Augsburg, VfL Wolfsburg, Werder Bremen und Bayer Leverkusen. Später folgen noch Schalke 04 und der FC Bayern München.

Punkten gegen Top-Acht-Teams nimmt Druck raus

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In der Hinrunde haben die 05er aus diesen acht Partien sechs Punkte geholt. Das muss auch diesmal das Mindestziel sein, damit der Druck in den Spielen gegen Abstieg-Konkurrenten nicht zu groß wird. Auf den SC Freiburg treffen sie am 29. Spieltag, und ab dem 31. Spieltag folgen dann hintereinander die Begegnungen mit dem Hamburger SV, VfB Stuttgart und 1. FC Köln. Nach aktuellem Stand sind dies Spiele auf Augenhöhe. Sollten sich die Mainzer bis dahin nicht schon ausreichend Luft nach unten verschafft haben, werden diese Partien echte Nervenschlachten. Zumal die 05er ihr Punktekonto bis zum vorletzten Spieltag gefüllt haben müssen, da der letzte Gegner Bayern München nach dem Abpfiff im eigenen Stadion vermutlich die Meisterschale überreicht bekommen wird und sich die Feierstimmung nicht durch überraschende Punktverluste trüben möchte.

Die gute Nachricht für die 05er ist aber: Sie haben bewiesen, dass sie auch den Top-Acht-Teams der Liga Paroli bieten können. Gegen die Bayern waren sie in der Hinrunde mindestens gleichwertig, gegen Augsburg gewannen sie, Bremen spielten sie eine Halbzeit lang an die Wand. Gelingt es Schmidt also, in den nächsten Wochen die Bestleistung aus seinen Spielern herauszuholen, ist ein entspannter Saisonausklang möglich. Doch könnten die Voraussetzungen dafür besser sein angesichts dieses Restprogramms.