Breidenbachs Woche: Schnuckeliges aus Saarlouis

Heiko Maas. Foto: dpa

Auf ihre alten Regierungstage hat sich unser aller Kanzlerin eine richtige Wundertüte zusammengebastelt. Bundesregierung proudly presents: Harry Potter, Senegal-Andy und...

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. Wir fordern drastische Strafzölle auf Politikerinnen und Politiker, die vom Saarland nach Berlin exportiert werden. Sie nehmen überhand. Altmaier, Kramp-Karrenbauer, und nun auch noch das: „Heiko Maas soll...“ Achtung: „... deutscher Außenminister werden“, schreibt die Zeitung „Der Standard“. Okay, eine österreichische Zeitung, aber dennoch: Da ist es wieder, dieses beklemmende Gefühl, irgendetwas könnte schiefgelaufen sein, 1955 bei der Volksbefragung, nach der das Saarland zur Bundesrepublik kommen durfte. Ohne Visum, und mit unbeschränktem Familiennachzug.

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Nun denn. Heiko Maas, oder: „Harry Potter schlägt zurück“, wie böse Zungen sagen. Wir meinen: Heiko Maas, in seiner Heimat Saarlouis „s‘ Heikosche“ gerufen, ist der schnuckeligste Lebensgefährte, den die deutsche Schauspielerin Natalia Wörner aktuell bekommen konnte. Frau Wörner, Szenenkenner erinnern sich weinend vor Freude, wurde 2011 für den „Playboy“ fotografiert, von keinem Geringeren als dem Mode-Papst Karl Lagerfeld. Dies vor Augen wird deutlich, warum Maas daran gelegen ist, immer so schöne Anzüge zu tragen, denn von Lagerfeld stammt der epochale Satz: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Nicht ganz unproblematisch erscheinen uns dagegen einige der Filme, die Frau Wörner drehte. 1999: Der Tatort „Martinsfeuer“. Ist allerdings jetzt erkaltet. 2009: „Mein Mann, seine Geliebte und ich“. Mmhh. Mit Blick auf das Außenministerium interessant: 2017 „Mata Hari“; die war, wir Älteren erinnern uns, eine berühmte Spionin und Nackttänzerin im Ersten Weltkrieg. Und dann gab es 2001 auch noch den Film „Suck my Dick“. Wir übersetzen das jetzt hier nicht, Kinder, wie immer: fragt die Mama. Laut Wikipedia handelt es sich bei diesem Werk um eine „Sexualfarce über männliche Kastrations- und Verlustängste“. Ja richtig, diese Woche, am 8. März, war ja auch Weltfrauentag.

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Wie kriegen wir da den Übergang zur CSU? Sie stellt nur Männer als Minister. Der interessanteste als künftiger Verkehrsminister: Generalsekretär Andreas, genannt Andy Scheuer. Ein inhaltsschwerer Name, denken wir nur an scheue Rehe, scheußliche Träume oder an den Wein der berühmten Scheurebe. Laut Süddeutscher Zeitung ist Scheuer „umgänglicher als sein Vorgänger Alexander Dobrindt“, was sich an einem Zitat Scheuers von 2016 leicht erkennen lässt: „Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Senegalese, der über drei Jahre da ist – weil, den wirst Du nie wieder abschieben.“ Wir werden Scheuer künftig „Senegal-Andy“ nennen.

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So zupackende Leute brauchst du, um Dieselfahrverbote zu verhindern, und der Andy ist ein Fahrverbotsgegner. Also, Fahrverbote kann der Andy fast genauso wenig leiden wie fußballspielende ministrierende Senegalesen. Es drohen ja jetzt Fahrverbote auch für dieselgetriebene Waschmaschinen und Staubsauger. Zur Diskussion stehen hellblaue und dunkelblaue Plaketten, hellblaue für Fahrer bis 1,5 Promille.... kleiner Scherz. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes, sagt: „Für Städte wie Mainz, in denen der Grenzwert nicht arg überschritten wird, könnte eine hellblaue Plakette reichen.“ Klar, Mainz steht Grenzwertigem stets tolerant gegenüber und hat Erfahrung mit „Zugplakettcher“.

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Vielleicht könnte man auch dem Andy mit dem Plaketten-System helfen, indem dass Senegalesen, die nur Fußball spielen, hellblaue Plaketten auf der Stirn tragen müssen, und Senegalesen, die Fußball spielen und ministrieren, dunkelblaue.