Breidenbachs Woche: Männer im Saarland oft depressiv

Annegret Kramp-Karrenbauer. Archivfoto: dpa

Ein Studie sagt: Saarländische Männer haben oft psychische Probleme. Woran mag das bloß liegen?

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. Vor lauter Diskussionen um die nächste SPD-Bundeskanzlerin sind wir nicht dazu gekommen, etwas über die Feierlichkeiten zum D-Day, Landung der Alliierten in der Normandie, zu sagen. Das Wichtigste: Donald Trump hat sich irre darüber gefreut, dass die ganze Sache, wie er meint, ihm zu Ehren nach dem Anfangsbuchstaben seines Vornamens benannt wurde. Unter den anderen anwesenden hochmögenden Häuptern machte sich die Überlegung breit, man könnte nach dem Vorbild des D-Days versuchen, Donald Trump von seiner eigenen Dummheit zurück zu erobern. Der Gedanke wurde alsbald verworfen. Einig waren sich aber alle, dass Trumps Frisur beim D-Day am 6. Juni 1944 mit dabei gewesen sein muss.

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Schwieriger Übergang. Die Lotusblüte des Saarlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, will, kein Scherz, in den sozialen Netzwerken eine Klarnamenpflicht. Sie selbst wird also nie mehr als „Es_Annegret“ im Dark-net...Pardon, im Internet auftauchen dürfen. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, damit werde auch unmöglich, dass sich Leute getarnt als „Diddlmaus27“, als „Jupp_aus_Köln“ oder als „FrankTheTank“, gesprochen: FränkTheTänk, über Politik äußern. Wir vermuten, dass sich hinter „Diddlmaus27“ Angela Merkel verbirgt, hinter „FränkTheTänk“ Frank-Walter Steinmeier und hinter „Jupp_aus_Köln“ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der in seiner Zeit als NRW-Integrationsminister schon als „Türken-Armin“ für Furore sorgte. Die Zeitung schreibt, auch Wolfgang Schäuble und Manfred Weber, EU-Spitzenmann von CDU und CSU, plädierten für Klarnamenpflicht. Dabei ist Schäuble in der Community längst als „Wolle_for_President“ und Weber als „Euro_Manni“ bekannt.

* Von „Spring“, nach eigenen Worten eine Gesundheitsplattform in München, erhielten wir eine Mail. Bislang dachten wir, die einzige Gesundheitsplattform in München sei die CSU. „Spring“ schreibt: „Da Probleme wie Erektionsstörungen, Haarverlust und Geschlechtskrankheiten gesellschaftlich stigmatisiert sind, bleiben sie oft unbehandelt.“ Aha. Der Name „Spring“ erscheint dann aber in neuem Licht. Woher haben die meine Mail-Adresse?

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„Schaaatz....“

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„Spring“ klärt uns auf, dass vom 10. bis 16. Juni die Internationale Woche der Männergesundheit stattfinde. Aja. Ob es uns gut ging, diese Woche? Geht so. „Spring“ veröffentlichte eine vergleichende Studie über den Gesundheitszustand von Männern in den Bundesländern. Kurzer Ergebnis-Check:_Die gesündesten Männer leben in Bremen, deshalb machen die jetzt auch Rot-Rot-Grün. Platz 2: Hamburger, mit null Depressionen. Klar, wer Olaf Scholz als Bürgermeister und den HSV übersteht, kennt keine Depressionen mehr. Weiter: „Männer im Saarland weisen im Vergleich den schlechtesten psychischen Gesundheitszustand auf, 9 Prozent haben Depressionen.“ Naheliegend wäre, dafür saarländische Frauen wie AKK verantwortlich zu machen, aber: Jo, geh fort. Rheinland-pfälzische Männer rangieren nach dieser Gesundheitsstudie auf dem fünftschlechtesten, hessische auf dem fünftbesten Platz. Wenn wir jetzt argumentieren würden, das liege daran, dass in Rheinland-Pfalz mit Malu Dreyer eine Frau und in Hessen mit Volker Bouffier ein Mann regiert, würde Malu Dreyer sofort eine neue Studie in Auftrag geben. Nein, sie würde sie selbst schreiben.