Breidenbachs Woche: Macht kein Gedöns wegen Brexit!

Regennasse Schienen unter einem imposanten Wolkenhimmel. Foto: dpa

Die Briten ziehen sich den Stöpsel aus ihrer Insel-Wanne. Aber es gab schon viel schmerzhaftere Trennungen. Zum Beispiel zwischen Jogi Löw und Jürgen Klinsmann. Vom ...

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. Wenn sich die Briten und die EU jetzt trennen, dann ist natürlich eins klar: Das dritte Tor von Wembley, das 3:2 der Engländer im WM-Finale 1966 gegen Deutschland, gilt auch nix mehr. Null und nichtig. Das ganze Spiel wird annulliert. Wiederholungsspiel wird schwierig. Ein paar leben schon gar nicht mehr. Wird dann ein sogenanntes Geisterspiel. Maggie Thatcher als Schiri. Können sie im Himmel auch gleich noch Helmut „Boss“ Rahn reaktivieren, der hat Ahnung von 3:2, schoss ja das Siegtor 1954 beim Wunder von Bern. So hat alles sein Gutes. Der Brexit ist rund. * Man muss jetzt auch nicht so ein Gedöns machen von wegen Brexit. In unserer internen Rangliste von bedeutsamen Trennungen rangiert der Brexit mit Ach und Krach auf Rang 6. Rang 5: Dieter Bohlen und Verona Feldbusch. Rang 4: Dieter Bohlen und Thomas Anders (Modern Talking). Rang 3: Jogi Löw und Jürgen Klinsmann. Rang 2: Merkel und Seehofer. Und unumstritten Nummer 1: Helene Fischer und Florian Silbereisen! Obwohl: Da bebt noch was. Wie Silbereisen dem Fachmagazin „Bild“ mitteilte, hatte er die Feiertage in Niederbayern verbracht „mit dreimal Gänsebraten“. Alte niederbayerische Bauernregel: „In dem Herzen wird es warm//durch die Weihnachtsgans im Darm.“ Sodann: erster gemeinsamer TV-Auftritt nach der Trennung bei „Schlager-Champions 2019“. Helenes Neuer, Thomas Seitel, hatte derweil einen Auftritt beim Ball des Sports in Landau. Landau!! Pfalz!! Wo viel Elend dieser Welt herkommt. Zum Beispiel die Familie Trump. Landau, berüchtigt auch durch den Running Gag in Harald Schmidts Late Night: „Die dicken Kinder von Landau“. Seitel in der Pfalz// oh Gott, wann knallt’s? * Im TV also Helene und Florian, Begegnung der dritten Art. Sie mit Tränen. Er äußerlich kühl, Richtung: „Zicke, hättest du dir früher überlegen sollen.“ Aber trotzdem: Vielleicht geht da noch was. Man muss den Silbereisen schmieden, solange er heiß ist. * Guter Übergang jetzt: Der französische Bayern-Fußballer Franck Ribéry hat viel Aufessen, Pardon Aufsehen erregt, indem er sich ein Steak mit Blattgold servieren ließ. Lieber Blattgold als Blattschuss. Ausnahme: Musikgruppe „Gebrüder Blattschuss“, Top-Nummer: Kreuzberger Nächte sind lang. Aber wir schweifen ab. * Jedenfalls ist das logisch: Ribéry, Rippchen – nicht weit weg von Steak. Ribéry ist massiv beschimpft worden, aber jetzt verteidigt ihn einer, und damit wird alles wieder gut. Lukas Podolski nimmt Ribéry in der Süddeutschen Zeitung in Schutz. Podolski, der Gottvater aller Fußballersprüche, der beste von ihm – „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ – ist gar nicht von ihm, sondern vom Erdogan- und Ziegen-Versteher Jan Böhmermann, aber wichtiger ist, dass man Poldi den Spruch zutraut. Echt von ihm sind dann aber so Lyrik-Perlen wie: „Der Sieg hat gefehlt, nä? Man will ja auch gewinnen, nä? Scheiße so, nä?“ Oder: „So ist Fußball, manchmal gewinnt der Bessere.“ Poldi also hält die Kritik an Ribéry für überzogen: „Er ist durchaus kein anderer Mensch, wenn er sich ein Gold-Steak reinhaut oder einen Döner isst.“ Hatten wir schon erwähnt, dass Podolski, kein Scherz, auch Besitzer einer Dönerbude ist? Schlaues Kerlchen. „Beim Blattgold hat der Döner gefehlt, nä? Man will ja auch Döner, nä? Scheiße so, nä?“