Breidenbachs Woche: Geld rausschmeißen – oder Männer?

Michelle Obama. Foto: dpa

Yes, she can: Dachte Michelle Obama wirklich mal über Gattenmord nach?

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. Angeblich gibt es nicht wenige Männer, die ihren Frauen vorwerfen, sie würden das Geld zum Fenster rausschmeißen. Was aber, wenn Frauen nicht das Geld, sondern ihren Mann zum Fenster rausschmeißen? Michelle Obama hat dieser Tage in ihrem Podcast erklärt: „Es gab Zeiten, da wollte ich Barack aus dem Fenster schubsen.“ Oha. Michelle, ma belle…. Dass sie physisch dazu in der Lage wäre, steht außer Frage: the most sexy Oberarm-Schulterpartie, die man(n) je bei einer First Lady sah. * Es gibt für Fensterwürfe weltberühmte historische Beispiele, das bekannteste war der sogenannte zweite Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, der den Dreißigjährigen Krieg auslöste. Protestantische Böhmen warfen drei Statthalter ihres katholischen Landesherrn, Ferdinand von Steiermark, aus einem Fenster der Prager Burg. Dass die drei das überlebten, schreiben Historiker nicht zuletzt dem Umstand zu, dass sie weite schwere Mäntel trugen. Also, Männer der Welt, wenn eure Frauen rabiat werden – zieht euch nicht nur warm, sondern speziell unter Verwendung weiter schwerer Mäntel an. Man sieht an diesem Fall auch, wie rustikal die Polit-Methoden damals schon waren. Wir sagen: Lieber Kassensturz als Fenstersturz. * Wie kriegen wir jetzt den Übergang zu Boris Johnson, dem blonden Wischmopp auf Ecstasy? Bei den Brexit-Verhandlungen gibt es Anzeichen, dass Johnson den Nordirland-Krieg neu entfacht. Das muss ihm erst mal einer nachmachen. Dabei schien er nach Überwindung seiner Corona-Erkrankung gut drauf, im April. Ließ sich beim Joggen mit einem Hund filmen. Was sie dem armen Hund dafür geben mussten, ist nicht überliefert. „Ich wollte seit langem ein paar Pfunde verlieren“, sprach Boris, „ich war zu fett.“ Nun, seine armen Landsleute werden beim Brexit mehr Pfund(e) verlieren, als sie sich in schlimmsten Albträumen ausmalen. Und bei „fett“ fällt uns ein: Johnson ist ohne Zweifel „des Wahnsinns fette Beute“, wie es der Dichter Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) auszudrücken pflegte, wobei er wohl eigentlich „kesse Beute“ sagte und der Volksmund es auf „fette“ umgemodelt hat. Friedrich Nietzsche, liebe Feministinnen, das ist der mit „Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht.“ (Aus: „Also sprach Zarathustra“). Sicher eins eurer Lieblingszitate. Und ihr mögt sicher auch das Thema „Johnson und die Frauen“.

Unfassbare Affären pflastern seinen Weg. Bislang zwei Ehefrauen, aktuell ist er mit Carrie Symonds zusammen, schlappe 24 Jahre jünger als er, PR-Beraterin, das ist es, was er braucht. Im April die frohe Kunde, dass Carrie ihrem Verlobten einen Knaben gebar. Über Verlobungen und Ehen gibt es ja viele interessante Zitate. Von der Modekönigin Coco Chanel (1883 – 1971) stammt der Satz: „Die meisten Frauen wählen ihr Nachthemd mit mehr Verstand aus als ihren Mann.“ Mario Adorf, der in Mainz studierte, umjubelt bei den Nibelungenfestspielen in Worms, also einer von uns, umschrieb seine wilden jungen Jahre so: „Lieber mehrere Ringe unter den Augen als einen am Finger.“ Am Dienstag wurde Mario 90. Was Franz Beckenbauer angeht, den vielfachen Ehemann und Vater, zweiter berühmter Geburtstagsjubilar (75) dieser Woche: Seine beiden berühmtesten Zitate passen auch für seine Beziehungen zu Frauen: „Schau mer mal“, sowie natürlich die Zauberformel aller philosophischen Denkschulen: „Ja gutt, äähh“.