Breidenbachs Woche: Fürst Albert albert derzeit nicht

Foto: Wolfgang Blum

In Monaco muss in einer Oktobernacht irgendwas Wahnwitziges passiert sein. Und Angela Merkel hat vielleicht etwas damit zu tun. Wir lernen: Im Vergleich zu Monaco ist Jamaika...

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. Um die „Woche“ zu schreiben, vergraben wir uns monatelang in Fachliteratur. Danach weinen wir oft vor Erschütterung oder Rührung. So wie jetzt. Wir haben vor uns: „Frau im Spiegel“ vom 11. Oktober. Und die „Bunte“, 12. Oktober. Schlagzeile bei „Frau im Spiegel“: „Verliebt wie noch nie!“ Dabei ein Foto vom Fürsten Albert von Monaco und seiner Angetrauten Charlene, geborene Wittstock. Schlagzeile in „Bunte“, ebenfalls mit großem Monaco-Fürstenpaar-Foto: „Getrennt von Tisch und Bett!“ Unfassbar! „Frau im Spiegel“ 11. Oktober, „Bunte“ 12. Oktober. Was geschah in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober, dass sich die Welt so grundstürzend veränderte?

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Nun, in einer Nacht kann viel passieren. Auf dem Foto vom 12. Oktober trägt der Fürst nicht mehr den Oberlippenbart, den er auf dem Foto vom 11. noch hatte. Sind ihm über die Nacht die Barthaare ausgefallen? Vor Schreck? Und was hat diesen Schrecken verursacht? Oder hat er den Bart freiwillig abrasiert, und Charlene hat daraufhin die Trennung verkündet, weil der Bart das Einzige war, was sie an Albert schätzte, nach dem Motto: Gepflegter Bart//küsst doppelt zart?

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Der Fürst schaut auf den Bildern nachdenklich. Nach Herumalbern ist Albert offenbar nicht zumute. Ferner: Am 11. Oktober trägt Charlene ein dunkles Kleid, am 12. ein weißes. Vor allem: Am 11. Oktober hat sie blassrosa Lippenstift aufgetragen, am 12. Oktober knallroten! Weißes Kleid, eigentlich Farbe der Unschuld. ABER: in Kombination mit knallroten Lippen heißt das für jeden halbwegs durchblickenden Mann: Höllenalarm!! Fasten your seatbelts! Dieser Flug könnte dein letzter sein, du überlebst ihn vielleicht nicht, aber dafür hat es sich gelohnt! Wir Älteren erinnern uns an den Schlager „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein//laden uns ein, laden uns ein.“ Einladen – w a s zu tun? Wir konstatieren ebenfalls: Am 12. Oktober schaut Charlene deutlich verwegener als am 11. und ihre Haare sind wuschiger. Ist sie am 12. schon bei Parship? Alle elf Minuten verliebt sich eine Fürstin in eine Fürst-Pückler-Torte, oder so ähnlich. Charlene ist auch 20 Jahre jünger als Albert. Vielleicht ist bei ihr die Pubertät noch mal ausgebrochen: Waaas? Ich bin Fürstin von Monaco, Milliarden auf dem Konto, Teil des internationalen Jetsets – das kann doch nicht alles gewesen sein!?

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In ihrer südafrikanischen Heimat war Charlene früher Wettkampfschwimmerin. Ist in der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober ein Weißer Hai zu ihr gekommen? Oder das U-Boot „Roter Oktober“ mit Sean Connery als Kapitän Ramius? Kam es, wie im Film, zu diesem Dialog für die Ewigkeit, diesmal zwischen Charlene und Sean Connery: „Es ist kalt, Towarisch Kapitän.“ „Ja, es ist kalt.“ „Es wird Zeit, Towarisch Kapitän.“ „Ja, es wird Zeit.“ Albert war in seiner Jugend Bobfahrer. Hat es ihn vom Schlitten gehauen, in jener Nacht vom 11. auf 12. Oktober? Und noch was. Die Ururgroßeltern von Charlene, Martin Gottlieb und Louise Wittstock, wanderten laut Wikipedia 1861 von Zerrenthin nach Übersee aus.

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Und Zerrenthin liegt – in der Uckermark! Und wer hat in der Uckermark seine Datsche? Unser aller Kanzlerin! Wieder hängt alles mit allem zusammen. Wie, das wissen wir noch nicht genau. Es muss aber mit diesem Wahnsinns-Uckermark-Flair zu tun haben. Das scheint zu bewirken, dass manche Frauen Horden von männlichen CDU-Politikern plattmachen, andere hinwiederum nur einen Fürsten, wobei sie anschließend mit knallroten Lippen zu Parship gehen, oder lieber gleich zu Kapitän Ramius. Oder zu Käpt‘n Iglo?