Breidenbachs Woche: Donald – die Walz in die Pfalz

Donald und Melania Trump bei ihrem Zwischenstopp auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein. Foto: dpa

Vom Himmel hoch, da komm ich her, sagte sich Donald Trump, als er über Ramstein hereinbrach. Weihnachten war schon vorbei. Aber auch das hatte er wohl nicht begriffen.

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. Die Sache mit den erfundenen Storys des „Spiegel“-Schönschreibers Claas Relotius ist noch viel schlimmer. Es stellt sich jetzt heraus, dass er auch die langjährige und deshalb jetzt endlich mal zu Ende gegangene Partnerschaft zwischen Helene Fischer und Florian Silbereisen erfunden hat. Mehr noch: In manchen mondhellen atemlosen Nächten mutierte Relotius zu Silbereisen und spielte in der heißesten Story seines Lebens selbst live mit. Muss verdammt anstrengend sein, so ein Doppelleben. Hat Helene da etwas gemerkt? Oder gilt da die alte Weisheit, wonach nachts alle Katzen und somit auch alle Kater grau sind, entsprechend? Nachts sind alle Eisen silbern? Aber damit nicht genug. Laut böser Zungen muss der „Spiegel“ jetzt sogar überprüfen, ob sich Relotius außerdem zeitweise in Donald Trump verwandelt hat. Wir sagen, Stand jetzt: Nein. So bescheuert kann er dann doch nicht sein. * Super Übergang. ACHTUNG! Die Einschläge kommen näher! Donald-Alarm. Bekommt die Pfalz//die Walz//auf den Hals? Trump war in der Nacht zum Donnerstag in Ramstein! Der Begriff „Morgengrauen“ erscheint da in völlig neuem Licht. Gerüchten zufolge wollte er eigentlich Stormy Daniels mit auf die Reise nehmen, den Ex-Pornostar seines Vertrauens, aber die war wohl anderweitig beschäftigt. Nahm er halt Melania mit, die sich von Stormy Daniels unter anderem dadurch unterscheidet, dass sie sich von Donald bisweilen nicht mal an der Hand anfassen lässt. Laut Deutscher Presse-Agentur begrüßte Trump seine Soldaten in Ramstein mit – übersetzt – „Hallo Leute“, blieb intellektuell also voll auf seinem Twitter-Niveau. Jetzt bibbert natürlich Kallstadt, von wo aus Trumps Vorfahren ausgewandert waren, umso mehr, dass er tatsächlich zu Besuch kommt. Der Besuch der alten Dramen. Kallstadt und Nordkorea sitzen jetzt im selben Boot und zittern gleichermaßen, dass Trump über sie kommt. * Solche Nummern wie über Nacht in Ramstein einzufliegen wecken Assoziationen: erstens Erlkönig, zweitens Bayernkönig Ludwig II. Erlkönig, Ursprungstext Goethe, frei nach Otto Waalkes: „Wer reitet so spät durch Wind und Nacht//Es ist der Donald, es ist gleich Acht//Erreicht Stormy Daniels mit Müh und Not//Der Donald lebt, sie lacht sich halbtot. * Der Bayernkönig Ludwig II. (1845 – 1886) liebte, wie in der TV-Kultserie „Kir Royal“ phantastisch persifliert, nächtliche Jagden im Pferdeschlitten durch die Schneelandschaft. Atemlos durch die Nacht: Ludwig II. quasi ein pränataler Fan von Helene Fischer. Die Verbindungen zwischen Trump und Ludwig II. liegen klar auf der Hand. 1.) Als Donalds Großvater Friedrich, der später in Amerika als Restaurant- und Bordellbetreiber Karriere machte, 1869 in Kallstadt geboren wurde, gehörte die Pfalz zu Bayern. 2.) Die berühmteste Stute des Pferdefreundes Ludwig II. hieß laut „www.schloesserblog.bayern.de“ Cosa Rara. Donald Trump interessiert sich für Cosa Nostra. 3.) Für eine Grotte in Ludwigs Schloss Linderhof, erbaut 1870 – 86, sollte die BASF, gegründet 1865, eine bestimmte blaue Farbe herstellen. Das gelang erst später, aber umso wirkungsvoller. Um 1890 meldete die BASF ein Patent an: künstliches Indigo, mit dem Levi Strauss, geboren 1829 im bayerischen Buttenheim, später Jeans einfärbte. Und die BASF steht immer noch, in der Pfalz, in Ludwigshafen. Wieder mal hängt alles mit allem zusammen.