Breidenbachs Woche: Die mit dem Horst zeltet

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Archivfoto: dpa

Es gibt Sachen, die ertragen normal Sterbliche nur mit ganz viel Alkohol. Aber unser aller Kanzlerin bleibt stabil. Es gibt so Entspannungsübungen, wo der Bauch atmet. Die...

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. Die wunderbare Zeitung „Die Welt“ schreibt, Angela Merkel habe nach dem G 7-Gipfel mit Trump diese Bilanz gezogen: „ernüchternd“. Auf Deutsch: Nur im Suff erträgst du so was. Anschließend ist sie mit dem Seehofer, Magic Horst, wie wir ihn nennen, ins Bierzelt gegangen. Aber nicht, um sich die Kante zu geben. Bekanntlich ist es für Damen nicht ungefährlich, mit Magic Horst irgendwohin zu gehen. Noch nicht mal ins Bierzelt. Auf dem riesengroßen Bild, das die „Welt“ dann auf der Titelseite druckte, schaut der Horst eher dumpf; die Züge der Kanzlerin dagegen umspielt ein hintergründig-kecksanftes Lächeln, nicht allzu weit entfernt von Laszivität (liebe Kinder, fragt die Mama).

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Der Koordinator der Bundesregierung für transatlantische Beziehungen, der Herr Hardt (!) von der CDU, hat dann noch gesagt: „Was wir auf den Gipfeln erlebt haben, entspricht weder dem, was wir intellektuell, noch was wir vom Potenzial Amerikas her von einem amerikanischen Präsidenten erwarten.“ Hard(t) aber gerecht. Fein formuliert. „Intellektuell“, hat er gesagt, der Herr Hardt. Auf Deutsch: Wenn du so einen Sch... mit diesem Irren hinter dir hast, dann kannst du dir eigentlich nur noch die Kante geben. Aber: Unsere Angela ist nicht so eine, die aus Verzweiflung ins Bierzelt geht, oder die mit dem Horst geht, oder mit dem Horst ins Bierzelt. Diese Frau verliert nie den Überblick. Gar nie nicht. Da sind wir sicher. Weil, sie ist vom selben Geburtsjahrgang wie wir. Das ist genetisch. Außerdem hat sie die schönere Frisur als wie der Irre. Nicht mal bei der Frisur kann der mithalten.

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Italien hat den Ein- und Zweicent-Münzen ein Angebot gemacht, das sie nicht ablehnen konnten. Schließlich wollten sie nicht wie Luca Brasi bei den Fischen schlafen. Böse Zungen behaupten, die Mafia kaufe die aus dem Verkehr gezogenen Ein- und Zweicent-Münzen zu einem guten Preis auf und fülle sie in Säcke, zum Beschweren – im wörtlichen Sinn: schwer – für gewisse Dinge, wo doch Beton so teuer geworden ist.

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In der Halbzeitpause des Pokalfinales, letzte Etappe der Tour de Tuchel, sang Helene Fischer und wurde ausgepfiffen. Helene, eine von uns, einst wohnhaft in Wöllstein, Realschule Wörrstadt – da bist du gestählt für‘s Leben. Chancenlos//durch die Nacht – das lächelst du dann weg. Angeblich hat sich der DFB auch dagegen entschieden, im nächsten Jahr Helene Fischer durch Manuela Schwesig zu ersetzen. Laut böser Zungen gibt es nun Pläne, Donald Trump als Pausenclown einfliegen zu lassen.

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Torwart Manuel Neuer hat seine Verlobte Nina Weiss standesamtlich geheiratet. Er ging „wegen eines Mittelfußbruchs an Krücken“, wie uns „Bild“ mitteilt. Gut. Lieber vor der Hochzeit an Krücken als nach der Hochzeit am Stock. Auch Philippa „Pippa“ Middleton, Schwester von Herzogin Kate, hat geheiratet. Laut Süddeutscher Zeitung war Kate als Brautjungfer im Gespräch. Aber mit zwei Kindern? Der Ehering hat laut FAZ 300.000 Euro gekostet. Ring, immer bisschen teuer, weil‘s halt rund geht. Das sah man ja auch am Nürburgring, da standen 330 Millionen im Feuer. Andererseits: Die Braut habe dieselben Diamantohrringe getragen wie vor sechs Jahren bei Kates Hochzeit. Verdammte Armut. Unter den Gästen war, kein Scherz, Wimbledonsieger Roger Federer. Klar, mehrfach passend als Experte: Prinz William hatte ja seinerzeit etliche Stoppbälle eingestreut, ehe er ihr doch endlich ans Netz, ääh, ins Netz ging. Tiebreak bei Kate, quasi. Und generell gilt bei Eheschließungen wie beim Tennis: Doppelfehler tunlichst vermeiden.