Breidenbachs Woche: Der Kampf ums Bamf

Bamf - so sieht es aus. Foto: dpa

Als neuer Heimatmuseumsdirektor kann sich der Seehofer Horst vom Söder Markus gar nicht so viele Kreuze ausleihen, wie er schlagen würde, wenn er aus der Asyl-Nummer...

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. In Italien gibt es jetzt angeblich Überlegungen für eine neue Übergangsregierung, unter einem gewissen Don Vito Corleone. Ein gewisser Luca Brasi soll demnach Fischereiminister werden.Die Tatsache, dass er tot ist, ist nach Auffassung italienischer Verfassungsjuristen nicht schädlich. Es überwiege das Faktum der Amtsnähe, denn bekanntlich schlafe Luca Brasi bei den Fischen, heißt es in eingekauften....Pardon, in eingeweihten Kreisen.

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Schwieriger Übergang jetzt. Bremer Asyl-Affäre. Gott sei Dank haben wir ja aber jetzt den neuen Heimatmuseumsdirektor Seehofer, Magic Horst, wie wir ihn nennen. Als mit allen Wassern gewaschener Bayer kennt er sich natürlich aus mit Problemen um unterschiedliche Ethnien, denn in Bayern ist man geübt darin, kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Volksstämmen wie den Oberbayern, Niederbayern und Franken einigermaßen zu handeln. Wobei die Begrifflichkeit „Niederbayern“ nach dem letzten Desaster des FC Bayern gegen Real Madrid eine neue, sehr schmerzliche Bedeutung erlangt hat. Und mit Gefährdern kennt man sich in der CSU gleich gar aus.

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Der Horst hat dann laut FAZ gleich verkündet, dass nicht nur das Bamf, sondern auch der Bundesrechnungshof, mehrere Staatsanwaltschaften und Wirtschaftsprüfer prüfen, was da abgelaufen ist. Insidern zufolge gibt es zudem eine eigene Taskforce der CSU. Was aber die wenigsten wissen: Rettung naht. Denn der Söder, Markus, the Monster, wie wir ihn nennen, ist im Anmarsch und wird in allen Bamf-Niederlassungen Kruzifixe aufhängen.

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Es gibt ja diese alte Volksweisheit: „Ohne Mampf//kein Kampf.“ Bedeutet: Ohne ordentliche Verpflegung („Mampf“) keine Action. Mit einem bisschen schlechten Willen könnte man das Ganze auch in Richtung Korruption auslegen: Ohne gewisse „Vorleistungen“ wird kein Finger krumm gemacht. Dann müsste es in Zukunft heißen: Ohne Mampf//kein Bamf. Oder: Bamf//nur mit Mampf. Oder so. Bekanntlich will der Horst seine Asylpolitik auf Ankerzentren stützen – und da ist es sicher kein Zufall, dass jetzt ausgerechnet die berühmte Hafenstadt Bremen in den Fokus rückt.

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Und es gibt noch einen Aspekt, der die Verbindung zu Bremen herstellt. Der berühmte Fußballtrainer Otto Rehhagel, im Spätmittelalter Spieler beim 1. FC Kaiserslautern, also fast einer von uns, wurde als Trainer von Werder Bremen (!) zum Volkshelden. Aber: Davor verlor er als Trainer von Borussia Dortmund am 29. April 1978 in der Bundesliga mit 0:12 gegen Mönchengladbach, und zwar ohne dass Loris Karius im Dortmunder Tor stand. Der einzige Grund, warum Karius nicht auch diese Katastrophe angerichtet hat, besteht aber wahrscheinlich darin, dass er erst 1993 geboren wurde. Aber wir wollen nicht abschweifen. Weil durch das 12:0 Gladbach fast noch den 1. FC Köln überholt hätte und Deutscher Meister geworden wäre, gab es lange Zeit den Verdacht, Dortmund sei bestochen (!) gewesen. Also: Via Rehhagel Korruptionsverdacht – Bremen – Bamf: Wieder mal hängt alles mit allem zusammen.

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Und es wird noch cooler: Fünffacher Torschütze beim korruptionsverdächtigen Gladbacher 12:0 war ein gewisser Jupp Heynckes. Und der hat ja bekanntlich als Trainer beim FC Bayern wenigstens das Schlimmste verhindert, nachdem der Italiener (!!!) Ancelotti dort zuvor völlig verkackt hatte. Da wird doch jedem alles klar! Nein? Dann kann ich euch auch nicht helfen.