Bittere Hierarchie für Jara und Zimling

Koo (Mitte) ist schon weg. Auch für Zimling (li.) und Jara ist dieses Bild längst Vergangenheit - die beiden haben aktuell bei Mainz 05 keine Chance mehr auf Einsatzzeiten. Archivfoto: rscp

05-Trainer Martin Schmidt spricht vor der Partie gegen Hoffenheim Klartext. Während Latza nach der Frei-Verletzung längst zum Stamm gehört und Hack und Moritz nah dran sind...

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. Von Bardo Rudolf

Selten legt sich ein Trainer in der Fußball-Bundesliga öffentlich bei Personalfragen so fest, wie dies nun Martin Schmidt getan hat. Der Coach des FSV Mainz 05 hat nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 klar die Hierarchien bei den Innenverteidigern und im defensiven Mittelfeld benannt. Sich so deutlich zu positionieren, war eine bewusste Entscheidung des Schweizers. Und sie hat für die betroffenen Spieler eine Signalwirkung.

Niko Bungert, Stefan Bell, Julian Baumgartlinger, der aktuell verletzte Fabian Frei und als Ersatz für ihn Danny Latza spüren das Vertrauen des Trainers. Es sind Charaktere, die dies nicht ausnutzen, sondern die dadurch noch einmal stärker werden.

Alexander Hack und Christoph Moritz wissen, dass sie nahe dran sind und zumindest auf Einwechslung hoffen dürfen. Henrique Sereno hat noch einmal gesagt bekommen, dass er bei seinem neuen Klub mehr Gas geben muss. Und dann sind da noch Niki Zimling und Gonzalo Jara, denen auf diesem Weg noch einmal mitgeteilt wurde, dass sie in den nächsten Monaten auf keine Einsätze hoffen dürfen. Schmidt attestiert ihnen zwar gute Trainingsleistungen. Doch selbst wenn sie diese weiterhin bringen, wird sich an ihrer Situation vermutlich nichts ändern. Zumal der Coach schon zu U 23-Zeiten eine eingespielte Elf nur ungern wechselte.

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Das ist bitter für Jara und Zimling. Doch das ist auch das Fußball-Geschäft im 21. Jahrhundert. Beide hatten es versäumt, sich im Sommer einen neuen Verein zu suchen. Beide verdienen aber auch noch gutes Geld. Und wissen nun wenigstens, wie ihre Situation im nächsten halben Jahr ist.