Bischof mit dem Bade ausschütten?

Limburgs Bischof Tebartz-van Elst - wie Geld selbst gedruckt. Foto: dpa

Auch für weniger als 31 Millionen Euro gibt es lustige Sachen zu kaufen, zum Beispiel einen Steckdosen-Porsche.

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. Wir entnehmen der Fachpresse, dass es den Porsche Panamera jetzt auch mit Steckdose gibt, zum Preis von 110 409 Euro als "Panamera S E-Hybrid". Wir halten das angesichts der hohen Strompreise für einen glatten Skandal! Wie da teurer Strom verschwendet wird! Und wenn‘s denn unbedingt eine Steckdose sein soll: Hat der Porsche nicht einen Zigarettenanzünder?!Die Höchst¬¬geschwindigkeit beträgt 270 Stundenkilometer. Ob man dafür vorher den Finger in die Steckdose stecken muss, und wenn ja, welchen, womöglich den Steinbrück-Mittelfinger, ist unklar. * Es fanden ja jetzt unheimlich viele Sondierungsgespräche statt. Ziemlich düster sieht es offenbar mit den Sondierungsgesprächen zwischen dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst und Papst Franziskus aus. Wie aus gewöhnlich ununterrichteten Kreisen verlautet, habe Tebartz zwar seinen Bausparvertrag mit nach Rom genommen, angeblich zuteilungsreif auch ohne Bonusmeilen, aber das soll den Heiligen Vater wenig beeindruckt haben. Das könnte mit der Energieproblematik zusammenhängen, wobei wir darauf hinweisen, dass noch niemand je behauptet hat, Tebartz fahre einen Porsche Panamera. Nein, was unter Energieeffizienz-Aspekten Sorgen machen könnte, ist jene frei stehende Badewanne, von der im Zusammenhang mit der Limburger Bischofsresidenz viel die Rede ist. Aus eigener leidvoller Erfahrung können wir berichten, dass es beim Duschen und auch Baden ohne was drumherum - frei stehend - rasch sehr kühl wird, und dann hilft halt nur: mit viel Energie heißes Wasser wie bekloppt. Ob es eine Option wäre, den Mantel der christlichen Nächstenliebe über alles zu breiten, damit es auch ohne horrende Energierechnung kuschelig bleibt - wir wissen es nicht. * Eine andere zwar kostengünstige, jedoch mental problematische Variante wäre es, wenn man - wie es weiland Herbert Wehner mit Blick auf Willy Brandt tat - vom Limburger Bischof sagen würde: "Der Herr badet gerne lau." * Wo wir schon mal bei der SPD sind: Der Süddeutschen Zeitung entnehmen wir, dass Albert Schmid, früherer Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im bayerischen Landtag, erklärt hat, bei den Angriffen auf Tebartz handele es sich um eine Medienkampagne. Wenn man das hört, wird einem klar, warum die SPD im bayerischen Landtag da steht, wo sie steht. Allerdings steht der Herr Schmid keineswegs allein mit seiner Auffassung. Sie wird zum Beispiel geteilt von Gerhard Ludwig Müller, geboren 1947 in Mainz-Finthen, später Bischof in Regensburg, jetzt Präfekt für die Kongregation für die Glaubenslehre. Das Thema wird uns noch ganz schön beschäftigen. * Wir hätten dann jetzt zwei interessante Bewegungen, eine offenkundige, wonach Menschen aus der katholischen Kirche austreten, und eine mutmaßliche, nämlich, dass viele Grünen-Mitglieder jetzt heimlich auch in die SPD eintreten, damit sie bald bei der SPD-Mitgliederbefragung für eine Große Koalition stimmen können, damit die Grünen nicht in die Bredouille kommen. Allerdings ist der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir während der Sonderungsgespräche mit der CDU zu großer tiefenphilosophischer Form aufgelaufen. Er hat nämlich wörtlich erklärt, ein Thema, das es zu diskutieren gelte, sei, "wo wir herkommen und warum wir morgens aufstehen". Sehr geehrter Herr Özdemir, offenbar kennen auch Sie diese Tage, an denen man sagt: Heute wäre man besser liegen geblieben. Generell kann es für das Aufstehen verschiedene Gründe geben, sie hängen stark davon ab, wo und wie man gerade liegt. Wir vermuten, manche stehen nur auf, um ihren Porsche Panamera in die Steckdose zu stecken, andere, weil es ihnen in ihrer frei stehenden Badewanne doch zu kühl geworden ist. * Bei den Sondierungsgesprächen ist immer von den Schnittmengen die Rede. Schwarz-Grün adé//Schneiden tut weh. Scherz. Allerdings gibt es Redewendungen, angesichts derer "Schnitt" in einem neuen Licht erscheint. "Da hast Du Dich aber geschnitten", im Sinne von "verrechnet". Oder: "Bei dem Geschäft hast Du Deinen Schnitt gemacht", also einen satten Gewinn. Unvergessen auch eine Coiffeur-Werbung früherer Haare...Pardon, Jahre: "Unsere Stärke ist der Schnitt". Angeblich waren damals viele Chirurgen neidisch, dass sie nicht auf so einen schönen PR-Spruch gekommen sind. Mal sehen also, wer sich bei der künftigen Regierung geschnitten haben wird.