Aus allen Rohren

Ein Auspuff. Foto: dpa

AA ist unterwegs. Hat nichts zu tun mit Babys, die aufs Töpfchen müssen. Es ist kein Virus und auch nicht das Auswärtige Amt, sondern die Abgasangst. Wir fürchten, die haut...

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. Kommt Frau von der Leyen zum Arzt. Also echt jetzt. Oder zur Ärztin. Ist ja nicht so einfach, gendermäßig. Unser Prinzip: für die Dinge obenherum würden wir auch zu einer Ärztin gehen, aber, sagen wir mal, ab Herztöne abwärts dann doch eher zu einem Arzt. Als Patienten sind Männer ja noch schüchterner als sonst. *

Also gut. Ansage des Arztes dann etwa so: „Guten Tag, Frau Ministerin. Na, haben Sie die Jungs in der Kaserne heute morgen um 5 geweckt? Kleiner Scherz. Jetzt machen Sie mal ganz weit den Mund auf, in der Politik sind Sie das ja gewöhnt, ganz weit den Mund aufzumachen, höhö. Ja, sehr schön, Frau Ministerin, übrigens, sagen Sie Ihrem Kollegen, dem Gesundheitsminister Gröhe, er soll endlich mal was für uns tun für sein Geld. Also, sieht gar nicht so schlecht aus bei Ihnen, vielleicht ganz hinten im Hals ein bisschen rot, aber als Verteidigungsministerin in einer schwarz-roten Koalition hat man ja sicher einiges zu schlucken, gell? Und an den Zähnen ist ein bisschen Plaque.“ Da sagen wir: Na gut, Plaque, aber für einen Plaquiatsvorwurf reicht das nicht, oder? Also, die Verteidigungsministerin von der Leyen, U-Boot-Ursula, soll bei ihrer medizinischen Doktorarbeit abgeschrieben haben. Aber schreiben Ärzte nicht ständig ab? Zum Beispiel, wenn ein Patient alle drei Monate das gleiche Rezept verschrieben bekommt? Da steht doch auch nicht auf dem Zettel: Präparat Schießmichtot gegen Fußpilz, und dann ein Sternchen und unten die Fußnote: „siehe auch das Rezept vom Dezember 2004 samt dem brillanten Erstbefund des Kollegen von der Dermatologie sowie Aufsätze in ‚Bild der Frau‘, Gala‘ und ‚Bunte‘“. Oder? *

Was uns allerdings echt wundert: gerade mal 62 Seiten umfasst von der Leyens Doktorarbeit! Es soll Frauen geben, bei denen ist die Shopping-Liste fürs Winter-Outfit länger. 62 Seiten, das ist eine gut gefüllte Samstagsausgabe dieser Zeitung! Werden wir jetzt alle, die wir daran mitschrauben, Dr. zeit.? Und die Kolleginnen und Kollegen vom Reise-Journal Doc Holliday? Er /sie war einsam, aber schneller? *

Wir meinen, hinter dieser ganzen Plagiatsnummer steckt der Taliban. Eine echte Intrige und Sabotage. Der Taliban hat ja wahrscheinlich auch nachts heimlich die Gewehrläufe vom G36 verbogen, damit das Ding um die Ecke schießt. Und die Abgaswerte des deutschen Marinehubschraubers MH90 hat der Taliban so manipuliert, dass sich das arme Ding gar nicht mehr auf See traut, weil es Angst hat, ein großes Wal-Sterben auszulösen. Womit wir beim Thema wären. Es herrscht die totale Abgasangst! Wo auch immer wie auch immer irgendwas aus irgendeinem Endrohr kommt – Abgasangst. *

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Vielerorten herrscht sogar Panik! Zum Beispiel im Vatikan, von wegen weißer oder schwarzer Rauch. Damit hat‘s wahrscheinlich ein Ende, beim nächsten Mal. Dann gibt's vielleicht eine Ampel, wie bei Autorennen, dann allerdings in kardinalpurpur beziehungsweise papstweiß. *

Selbst die Schwarzfuß-Indianer bekommen kalte Füße und machen sich auf die Socken, um von Rauchzeichen auf Whatsapp umzusteigen. Bald kommt die Weihnachtszeit, und ob sich der Weihnachtsmann in der Version Santa Claus mit seinem fliegenden, von Rentieren gezogenen Schlitten noch traut, nachts durch den Kamin in die Häuser zu kommen, das ist die Frage. Denn wer weiß, ob VW nicht auch diese Schornsteine manipuliert hat. Außerdem hat Santa Claus wahrscheinlich schon genug damit zu tun, von den Behörden Unbedenklichkeitsbescheinigungen einzuholen, falls eines seiner Rentiere, zum Beispiel Rudolph, das red-nosed Rentier, mal pupsen muss. Manche behaupten, Rudolph habe seine rote Nase, weil er sich aus Angst vor schlechten Abgaswerten ständig das Pupsen verkneift. Das Thema ist weltweit auch bezüglich der Kühe von Interesse. Angeblich bringen pupsende Kühe ja das Gletschereis zum Schmelzen und verursachen auf diese Weise das Ozonloch, oder so ähnlich. Neue Abgasfilter für pupsende Kühe werden ein Zukunftsmarkt. Da kann sich VW engagieren, wenn‘s jetzt mit den Autos nicht mehr so läuft. *

Der einzige wirkliche Gewinner bei dieser ganzen Abgasaffäre heißt: Christian Wulff! Was haben sich alle das Maul zerrissen wegen des Bobbycars. Jetzt ist klar: das Bobbycar – clean, rein, schön und unschuldig wie der junge Morgen und Bettina Wulff! Echte Trendsetter, diese nette Familie.