Wiesbaden: Nagelneues Hybrid-Auto brennt beim Laden aus

Ausgebrannt: Der nagelneue Ford Kuga vor der Garage des Besitzers. Foto: Feuerwehr

Komplett ausgebrannt ist am Samstagnachmittag ein Plugin-Hybrid in Biebrich. Der Besitzer hatte das Auto erst am Vortag erhalten. Und: Der Hersteller kennt das Problem.

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WIESBADEN. Beim Laden des Akkus ist am Samstagnachmittag in Biebrich ein Plugin-Hybrid in Brand geraten und ausgebrannt. Um 14.40 Uhr hatte der Besitzer die Feuerwehr alarmiert, nachdem er beim Laden Knistern und Rauch unter seinem neuen Auto bemerkt und dann rasch den Stecker gezogen hatte.

Als die Feuerwehr eintraf, stellte sie außer einem komplett verrauchten Innenraum auch offene Flammen unter dem Wagen fest, sagte ein Sprecher am Nachmittag auf Nachfrage. Man habe den Brand dann zwar "relativ schnell löschen können". Es sei allerdings nicht zu verhindern gewesen, dass am Neuwagen ein Totalschaden entstand. Um zu unterbinden, dass der Akku sich erneut entzündet, habe man den Wagen "ins Bad stellen" müssen, wo er dann für 24 Stunden weiter mit Wasser gekühlt wird.

Das ausgebrannte Auto wird abtransportiert. Die Feuerwehr kühlt die Batterie weitere 24 Stunden, damit sie sich nicht wieder entzündet. Foto: wiesbaden112.de
Das ausgebrannte Auto wird abtransportiert. Die Feuerwehr kühlt die Batterie weitere 24 Stunden, damit sie sich nicht wieder entzündet. (© wiesbaden112.de)
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Erst am Vortag habe der Besitzer das Auto bei einem Händler abgeholt, hieß es. Auf Fotos des Einsatzes ist zu erkennen, dass es sich bei dem Wagen um einen Ford Kuga handelt.

Im Juli hatte Ford weltweit rund 27.000 Autos dieses Modells zurückgerufen, davon sollen rund 6.300 in Deutschland ausgeliefert worden sein. Auf der Seite des Kraftfahrtbundesamts ist der Rückruf auf den 21. Juli dieses Jahres datiert. Unter der Referenznummer 010069 ist dort zu lesen: "Die Steckverbindung an der Batterie ist möglicherweise beschädigt, wodurch es zu einer Überhitzung der Batterie und damit verbundener erhöhter Brandgefahr kommen kann."

Erster Einsatz mit brennendem Elektro- oder Hybridauto

Für die Wiesbadener Feuerwehr sei dies der erste Einsatz beim Brand eines Elektro- oder Hybridautos gewesen, hieß es. „Unsere Spezialisten für Elektrofahrzeuge sind seit mehreren Jahren auf solche Fälle vorbereitet, der Einsatz heute verlief sehr gut“, sagte Florian Erbacher vom Direktionsdienst der Berufsfeuerwehr.

Erschwert seien die Löscharbeiten allerdings dadurch worden, dass Ford zu den Herstellern gehöre, die keine Notöffnung für die Kühlung des Akkus im Fahrzeug eingebaut haben. Dies schränke die Möglichkeiten ein, einen schnellen Zugriff auf den Brandherd zu erhalten.