Klinik-Kooperation – wie geht es im Lahn-Dill-Kreis weiter?

Die Lahn-Dill-Kliniken mit ihrem Klinikum in Wetzlar wollen eine Minderheitsbeteiligung am Kreiskrankenhaus Weilburg.   Archivfoto: Schwarz

Der Kreistag Limburg-Weilburg hat für eine Zusammenarbeit der Lahn-Dill-Kliniken mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg gestimmt. Welche Entscheidungen stehen nun dazu im...

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WETZLAR/DILLENBURG/ BRAUNFELS/WEILBURG. Der Kreistag Limburg-Weilburg hat für eine Zusammenarbeit der Lahn-Dill-Kliniken mit dem Kreiskrankenhaus Weilburg gestimmt. Welche Entscheidungen stehen nun dazu im Lahn-Dill-Kreis an?

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) hat die Kreistagsabgeordneten am Donnerstag in der Sitzung des Finanzausschusses in Wetzlar über das Vorhaben informiert.

Es gebe Verhandlungen über eine Minderheitsbeteiligung: Die kreiseigenen Lahn-Dill-Kliniken mit ihren drei Standorten in Wetzlar, Dillenburg und Braunfels sollen neun Prozent der Anteile des Kreiskrankenhauses Weilburg übernehmen. "So kleine Krankenhäuser wie in Weilburg werden dauerhaft nicht überlebensfähig sein", sagte Schuster. Deshalb gehe es bei der geplanten Zusammenarbeit um Synergieeffekte, vor allem in den Verwaltungen.

Er stellte klar: Im Lahn-Dill-Kreis treffe aber nicht der Kreistag die Entscheidung über die Zusammenarbeit. Hintergrund: Laut Gesetz wäre der Kreistag zuständig, wenn es um eine "Beteiligung von größ;erer Bedeutung" an wirtschaftlichen Unternehmen des Kreises – wie den Kliniken – ginge.

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So wird im Lahn-Dill-Kreis die Gesellschafterversammlung der Kliniken, gleichzusetzen mit der Kreisregierung um den Landrat, über die Zusammenarbeit entscheiden. Zuvor wird der Klinik-Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 25. April eine Empfehlung abgeben.