Neue Kirchenvorstände im Dekanat

Wegen Corona waren besondere Hygienevorschriften erforderlich. Fotos: Nora Hechler

(red). In 29 von 30 Kirchengemeinden des Dekanats Kronberg sind am vergangenen Sonntag (13. Juni) neue Kirchenvorstände gewählt worden. Von 46 606 wahlberechtigten Christinnen...

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MAIN-TAUNUS-KREIS. In 29 von 30 Kirchengemeinden des Dekanats Kronberg sind am vergangenen Sonntag (13. Juni) neue Kirchenvorstände gewählt worden. Von 46 606 wahlberechtigten Christinnen und Christen haben 21,1 Prozent gewählt – bei der letzten Wahl vor sechs Jahren waren es noch 17,05 Prozent. Eine Kirchengemeinde wird die Wahl im September nachholen.

Wegen Corona waren besondere Hygienevorschriften erforderlich. Fotos: Nora Hechler
Kirchenvorstände sind für den Kurs einer Gemeinde verantwortlich. Das Foto zeigt die Evangelische Kirche im Quellenpark in Bad Soden.

Lorsbach ist Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung

In der gesamten Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) zeichnet sich die beste Wahlbeteiligung seit Jahrzehnten ab. Einem ersten Trend zufolge lag die Beteiligung bei 25 Prozent der Wahlberechtigten gegenüber 18,5 Prozent bei der letzten Wahl. In 1059 evangelischen Gemeinden wurde gewählt, zur Wahl aufgerufen waren 1,2 Millionen evangelische Kirchenmitglieder ab 14 Jahren. Angesichts der Corona-Pandemie hatte sich in diesem Jahr die Mehrzahl der Gemeinden in der EKHN für eine reine Briefwahl entschieden, und einige boten erstmals eine Online-Wahl an. Dies trug ersten Erkenntnissen zufolge entscheidend zur guten Wahlbeteiligung bei.

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Andere Gemeinden führten eine Wahl in klassischen Wahllokalen unter besonderen Hygiene-Standards durch. Im Dekanat Kronberg boten 15 Kirchengemeinden Briefwahl an (davon sechs ausschließlich) und sieben Gemeinden Online-Wahl – zum Teil in Kombination mit der klassischen Wahl vor Ort.

Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung im Dekanat Kronberg ist die Kirchengemeinde Lorsbach mit 39,54 Prozent, in der mit reiner Briefwahl gewählt wurde. Insgesamt wurden im Dekanat 291 Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher gewählt. Darunter sind 44 Prozent Frauen und 56 Prozent Männer. Diese Verteilung hat sich etwas verändert. 2015 waren es noch 53 Prozent Frauen und 46 Prozent Männer. 68 Prozent der Gewählten sind über 50 Jahre alt. Zudem wurde ein Jugendmitglied unter 18 Jahren gewählt. Knapp 30 Prozent haben sich neu in den Kirchenvorstand wählen lassen, etwa 70 Prozent haben für eine weitere Amtsperiode kandidiert.

Kirchenvorstände gelten als besonderes evangelisches Markenzeichen. Sie sind für den Kurs der Gemeinde vor Ort verantwortlich und entscheiden beispielsweise über die neue Pfarrerin ebenso wie über die Dachsanierung und die Ausrichtung der kirchlichen Kindertagesstätte. Die neue Amtsperiode beginnt am 1. September. Die Kirchenvorstände werden jeweils für einen Zeitraum von sechs Jahren gewählt. Die EKHN baut sich „von der Basis her“, von den Gemeinden auf.

Nach dem Amtsantritt wählen die neuen Kirchenvorstände jeweils Delegierte in die Dekanatssynoden der jeweiligen Regionen, die wiederum die Mitglieder der Kirchensynode bestimmen, des obersten Gremiums der EKHN.

Die neue Synode des Dekanats Kronberg wird erstmals Anfang 2022 tagen und dann ihren neuen Dekanatssynodalvorstand (DSV) sowie einen neuen Präses und Vorsitzenden des DSV wählen.

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Von Nora Hechler und Dekanat Kronberg