Polizeieinsatz wegen verdächtigem Brief an FDP-Kreisbüro

Neben der Polizei waren auch Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz. Dr FDP Hofheim war ein Brief mit einer unbekannten Substanz darin zugestellt worden. Foto: 5Vision Media

Zu einem Polizeieinsatz ist es am Mittwoch im Wahlkreisbüro der FDP in Hofheim gekommen. Ein Mitarbeiter hatte dort einen Brief mit einer bislang unbekannten Substanz geöffnet.

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HOFHEIM. Am Mittwochmittag hat der Eingang einer verdächtigen Briefsendung im Wahlkreisbüro der FDP in Hofheim einen Polizeieinsatz ausgelöst. Gegen 12.15 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter des Wahlkreisbüros in der Kirschgartenstraße einen verdächtigen Brief geöffnet habe und dabei mit einer bislang unbekannten Substanz aus dem Inneren des Umschlags in Kontakt gekommen sei. Der Mitarbeiter blieb augenscheinlich unverletzt, wurde jedoch vorsorglich zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Bereich rund um die Kirschgartenstraße musste zunächst von der Polizei gesperrt werden. Durch die zur Unterstützung herbeigerufene Feuerwehr wurde die Briefsendung zunächst gesichert und im Anschluss durch die Polizei für weitere Untersuchungen sichergestellt. Eine Gefährdung für Dritte bestand nach Angaben der Polizei bisherigen Erkenntnissen nach zu keinem Zeitpunkt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an. Ob der Brief eine Absenderangabe enthielt, konnte die Polizei bislang noch nicht sagen.

Der Vorfall erinnert an den vergangenen Mai, als die damalige SPD-Landesvorsitzende und heutige Innenministerin Nancy Faeser einen mit „NSU 2.0“ unterschriebenen Brief erhalten hatte. Der Brief, der ein weißes Pulver enthielt, war im Wahlkreisbüro in Hofheim eingegangen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes stellte sich die Substanz als unbedenklich heraus.