Chance für Radweg an der L 3017

Für die seit Jahrzehnten gewünschten Radwegeverbindungen zwischen Massenheim und Wallau sowie Massenheim und Wicker entlang der Landesstraße 3017 gibt es jetzt...

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MASSENHEIM/WICKER/WALLAU. Für die seit Jahrzehnten gewünschten Radwegeverbindungen zwischen Massenheim und Wallau sowie Massenheim und Wicker entlang der Landesstraße 3017 gibt es jetzt möglicherweise eine Perspektive. Wie der Flörsheimer Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) berichtete, hat die zuständige Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil in einer E-Mail das Angebot unterbreitet, dass die Planung des Radweges in Angriff genommen werden könnte, wenn die beteiligten Städte – Hochheim, Flörsheim und Hofheim – bereit wären, die Planungskosten zu übernehmen. Die Kosten für den Radwegebau selbst würde dann das Land tragen, habe es geheißen. Antenbrink, der früher selber bei der Straßenverkehrsbehörde gearbeitet hat, sagte, es solle jetzt so schnell wie möglich ein Gespräch zwischen den Vertretern der Kommunen und von Hessen Mobil geben. „Ich würde es jedenfalls befürworten“, sagte Antenbrink auf Nachfrage.

Antenbrink und Westedt sehen die Sache positiv

Auch für den Hochheimer Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) wäre es „eine gute Sache“, wenn auf diese Weise Bewegung in das Thema Radwegeplanung käme. Westedt bestätigt, dass auch er in der vergangenen Woche ein Schreiben erhalten habe, in dem Hessen Mobil auf die Möglichkeit einer Finanzierung der Planung durch die Kommunen hingewiesen habe. „Wir würden auch in Vorleistung treten, wenn es sich irgendwie planen lässt“, sagt Westedt. Ein Knackpunkt sei möglicherweise, dass die Städte dann auch beim Grundstückserwerb in Vorleistung gehen sollten.

Auch in Hofheim steht man der Möglichkeit aufgeschlossen gegenüber. „Wir sind sehr daran interessiert, diesen Radweg zu realisieren gemeinsam mit anderen Verkehrsprojekten, die damit mittelbar und unmittelbar zusammenhängen“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) in seiner Stellungnahme. Zu dem Thema sei Hofheim „in einem konstruktiven Austausch mit den Städten Hochheim und Wiesbaden und mit dem Main-Taunus-Kreis“. „Auch über die Finanzierung sind wir im Gespräch“, so Exner.

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Wichtig für Fahrgäste und Schulkinder

Sowohl die Stadt Hochheim als auch die Stadt Flörsheim hatten beim Land immer wieder angefragt, wann der Radweg Wicker-Massenheim-Wallau in der Prioritätenliste nach oben gesetzt werde. Im Ortsbeirat Massenheim war besonders der Abschnitt zwischen Massenheim und der Abzweigung der Kreisstraße 786 nach Delkenheim an der Schlagmühle ein Dauerthema. Denn dort liegt die Bushaltestelle der Linie 48 nach Wiesbaden, die von Massenheimern gern genutzt wird. Allerdings müssen sie dann entlang der viel befahrenen unübersichtlichen Landesstraße nach Hause laufen.

Auch Flörsheims Bürgermeister Antenbrink hält den Weg für wichtig, unter anderem deshalb, weil einige Schulkinder von Massenheim nach Wicker pendeln.

Möglicherweise könnte es auch Geld vom Main-Taunus-Kreis geben, der für alle Radwegeprojekte im Kreis im Jahr 2019 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen will.

Von Angelika Heyer