Premiere bei angenehmen Temperaturen

Sehr gut besucht war das Weinstandareal auf dem Marktplatz. Das Gleiche traf zu auf die gastronomischen Angebote am Plan. Fotos: Jürgen Kunert

Es ging einfach los um 16.00 Uhr. Ohne offizielles Ramtamtam. Der Feierabendmarkt auf dem Marktplatz Alte Malzfarik entlang der Frankfurter Straße bis zur Madonna am Plan...

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HOCHHEIM. Es ging einfach los um 16.00 Uhr. Ohne offizielles Ramtamtam. Der Feierabendmarkt auf dem Marktplatz Alte Malzfarik entlang der Frankfurter Straße bis zur Madonna am Plan wurde im Stillen eröffnet. „Das ist in Corona-Zeiten auch besser so. Man vermeidet im Vorhinein eine größere Ansammlung von Menschen, die sich auf engem Raum unterhalb den gebotenen Abstandsregeln gruppieren, nur um einer Ansprache zu folgen“, meinte Bürgermeister Dirk Westedt im Vorfeld der Veranstaltung. Der Rathausleiter hat noch die Bilder vom Ersten Spatenstich für die Tennis Akademie in Erinnerung, in der Hygienekonzept, Maskenpflicht und Distanzregelung rasch zur Makulatur wurden.

Sehr gut besucht war das Weinstandareal auf dem Marktplatz. Das Gleiche traf zu auf die gastronomischen Angebote am Plan. Fotos: Jürgen Kunert
Große Hinweisbanner weisen hin auf Abstandsregelung und Maskenpflicht auf dem Marktplatz Alte Malzfabrik. Die Handhabung des Mund-Nasen-Schutzes wurde individuell gestaltet.

Aus dem Arbeitskreis Innenstadt wurde dieses Veranstaltungsformat als Vorschlag an die Politik herangetragen. Die Umsetzung hatte einige Zeit Vorlauf beansprucht, weil es gar nicht so leicht war, eine angemessene Anzahl von Marktbeschickern zu finden, die während der Woche noch einen freien Tag zur Verfügung haben. Es hat geklappt. Am Mittwochabend gab es Gemüse, Blumen, Wurst- und Fleischwaren zu erstehen, ebenso wie Brot, Obst und Feinkostwaren. Für den kleinen Hunger gab es „auf die Hand“ Crêpes und Käsespätzle.

Die Stände waren sehr locker gestellt, dass alle Kunden mit dem notwendigen Abstand auf dem Marktplatz stehen konnten. Vom Marktgeschehen separiert in der vorderen östlichen Ecke des Platzes gegenüber der Naspa-Filiale untergebracht, das Areal für den Weinstand. Die Aufenthaltszone war klar begrenzt durch Drängelgitter und Absperrbänder. Wer hinein wollte, die Fläche war für maximal 95 Personen ausgelegt, musste zunächst seine Daten einer Servicekraft übermitteln. Das Verlassen des Ausschankbereichs wurde ebenfalls festgehalten. Diese Location war die zweifellos bestbesuchteste.

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Gleiches galt für die gastronomischen Angebote am Plan. Ein Stand mit Getränkeausschank und einem Areal mit Sitzgelegenheiten am Brothaus, auf der gegenüberliegenden Seite die Außenbereiche von Arte Moda und La Grotta waren die Publikum-Hotspots. In der Frankfurter Straße hatten sich einige Geschäfte beteiligt und entsprechend länger geöffnet, sodass man hier ein wenig flanieren und stöbern konnte.

Was sich ein wenig schwierig erwies, dass war die Frage: Wann muss ich eine Maske tragen und wann brauche ich das nicht. Das wurde letztlich eher individuell gehandhabt. Wenngleich große Banner am Marktplatz auf die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen sowie das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes aufmerksam machten. Jetzt ist es Sommer und am Mittwoch windete es auch recht kräftig, aber angenehm, sodass der Aufenthalt im Freien ein relativ sicherer Ort war.

Aber ob man sich weit größere Menschenmengen als am Mittwoch vorstellen kann, die in der beginnenden Erkältungszeit im Herbst in Hochheim einen wie auch immer konzipierten „Markt light“ feiern?