Rekordteilnahme bei den Blutspendern

Gerald Benis, hier betreut von Elena Claudi-Brähler, geht regelmäßig zur Blutspende. Foto: Michael Kapp

Der DRK-Ortsverein Flörsheim begrüßt mit 166 Personen so viele Teilnehmer wie schon seit zehn Jahren nicht mehr. Auch 20 Erstspender sind dabei.

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FLÖRSHEIM. Der DRK-Ortsverein Flörsheim hat bei der jüngsten Blutspende so viele Spender begrüßen können wie schon seit zehn Jahren nicht mehr. Der Andrang bei dem zweimal jährlich vom Ortsverein mitorganisierten Termin war so groß, dass sich schon eine halbe Stunde nach Beginn eine kleine Warteschlange bildete.

„Im Durchschnitt gehen wir bei den beiden Terminen im April und im September von jeweils 130 Spendenwilligen aus“, sagte Ortsvereinsgeschäftsführer Franz-Josef Eckert. Trotz der für die Jahreszeit ungewöhnlich warmen Temperaturen, die von empfindlichen Menschen als belastend wahrgenommen werden können, hatten sich 166 Personen im Galluszentrum eingefunden.

Selbst nach Abzug der Ausfälle, etwa aus gesundheitlichen Gründen oder weil nicht bedacht wurde, dass nach Reisen in bestimmte Länder ein zeitlicher Abstand verlangt wird, blieben schließlich 149 verwertbare Blutkonserven übrig. Dass allein 20 Erstspender gekommen waren, dürfte nicht nur Franz-Josef Eckert, sondern auch den beauftragten Blutspendedienst gefreut haben. Zwar überwiegend Flörsheimer, nehmen an den Terminen auch regelmäßig Spender aus Rüsselsheim, Hochheim und Eddersheim teil.

Unter den Mehrfachspendern, die sich am späten Nachmittag zu dem Termin eingefunden hatten, befanden sich jeweils vier Personen, die für den zehnten beziehungsweise 25. Aderlass besonders geehrt wurden. Der Flörsheimer Gerald Benis konnte am Montag bereits auf seine 36. Blutspende verweisen. Es gebe zwei Gründe, erklärte der Mann, weshalb er daran teilnehme: Zum einen sei er Motorradfahrer, die bekanntlich einem sehr viel größeren Risiko ausgesetzt sind, sich bei einem Verkehrsunfall schwer zu verletzen. Zum anderen, erklärte Benis, betrachte er das als eine „Bürgerpflicht“. Peter Gimbel, der mit seiner siebenjährigen Tochter zur Blutspende gekommen war, nannte die Hilfsbereitschaft als Motiv für seinen Beitrag. Der 33-Jährige nahm zum achten Mal daran teil.

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Für den reibungslosen Ablauf der Blutspende sorgten, neben den elf Mitarbeitern vom Blutspendedienst, darunter drei Ärzte und zwei Laboranten, 20 Mitglieder aus dem dortigen Ortsverein, die sich unter anderem um die Anmeldung sowie die Betreuung der Spender kümmerten. „Zum Glück haben wir ganz viele junge Leute, die sich im Ortsverein engagieren“, sagte Eckert. Das erlaube den gestandenen Mitgliedern, wie er einer sei, sich bei der Erledigung der Aufgaben im Hintergrund zu halten. Wie bei den Blutspendeterminen üblich, wurden auch einige Helfer zur Ader gelassen. Da nach dem Aufbau noch Zeit gewesen sein soll, haben das Einige sogar noch vor dem Einlass gemacht.

Der nächste Blutspendetermin findet am 17. Dezember von 16.15 bis 19.30 Uhr im Galluszentrum statt; die Organisation übernimmt der DRK-Ortsverein Diedenbergen.