Rüsselsheimer Spendenprojekt für Kumbo in Kamerun

Zu einem Engegament der Luthergemeinde ist es nach einem Hilferuf an Pfarrer Gerisch und dessen Frau gekommen.

Anzeige

RÜSSELSHEIM. Seit Beginn der Corona-Pandemie stehen manche Regionen mehr im Fokus als andere. Es gibt auch einige Länder, über deren Situation der Informationsfluss fast in Gänze versiegt ist, so etwa viele afrikanische Staaten, zu denen auch Kamerun gehört.

Wenngleich die Rüsselsheimer Luthergemeinde hier besser informiert ist und nun den Menschen in der dortigen Stadt Kumbo Hilfe leisten möchte. „Die Verbindungen nach Kumbo bestehen schon seit mehr als zehn Jahren“, berichtet Luther-Pfarrer Sebastian Gerisch, dessen Frau Mirjam Jekel vom Hilferuf ereilt wurde. Jekel lernte den Kameruner Tangka Eric Dindze nach ihrem Abitur in Japan kennen und hält seitdem Kontakt zu dem bei der Hilfsorganisation UDOC tätigen Kameruner.

Gebeutelt wird Kumbo bereits seit Jahren, denn bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen in der Region. „Die Leute dort brauchen jede Hilfe“, erklären Jekel und Gerisch, die überlegten und schnell zum Entschluss kamen, Hilfe leisten zu wollen. „Wir starteten einen Aufruf über die Luthergemeinde, denn der Kirchenvorstand zeigte sich schnell einverstanden mit dem Hilfsprojekt, bei dem nun Geld gesammelt werden soll.“ Mit der Finanzspritze für Kamerun sollen Masken oder Material zur Fertigung derselben angeschafft werden.

Zudem möchte der ehemalige Kollege und gute Freund Mirjam Jekels Aufklärungsarbeit leisten, was das Coronavirus betrifft. „Unser Freund Eric hat uns Bilder der dortigen Situation geschickt, wo Menschen-Ansammlungen, etwa bei Beerdigungen, zu sehen sind, und Masken werden keine getragen“, so Gerisch und Jekel.

Anzeige

Über die Homepage der Gemeinde können sich Spendenwillige informieren. Gesammelt wird auch bei den Gottesdiensten, wobei die Aktion gut angenommen werde und eine große Welle der Hilfsbereitschaft erkennbar sei, wie Pfarrer Gerisch dankbar erklärt. Derzeit befinde sich die Spendensumme in einem dreistelligen Bereich. Gesammelt werden soll noch bis Ende Juli.