Rüsselsheimer Sonnenuhr in neuem Glanz - Naturfreunde-Kinder...

Besichtigung der erneuerten Sonnenuhr. Foto: Vollformat/Dziemballa

„Eine richtige Sonnenuhr ist es eigentlich nicht“, gesteht Jürgen Eick, Mitglied des Vereins „Energiewende“, ein. Eine waschechte Sonnenuhr habe ein Zifferblatt, auf...

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RÜSSELSHEIM. „Eine richtige Sonnenuhr ist es eigentlich nicht“, gesteht Jürgen Eick, Mitglied des Vereins „Energiewende“, ein. Eine waschechte Sonnenuhr habe ein Zifferblatt, auf dem man die Zeit ablesen kann, erklärt er am Samstagnachmittag der Kindergruppe der Naturfreunde. Der Betonsockel der renovierten und nun neu eingeweihten Sonnenuhr am Horlachgraben deute aber nur ein Ziffernblatt an.

Schon seit 2005 gebe es die Sonnenuhr am Horlachgraben, erklärt Hans Dieter Scherer-Gerbig, Vorsitzender des Vereins. Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Jung und Alt begegnen sich“ sei das Werk des Rüsselsheimer Künstlers Uwe Wenzel von Schülern der Friedrich-Ebert-Schule, der Akademie der Generationen sowie dem Jugendbildungswerk der Stadt Rüsselsheim geplant worden, berichtet Scherer-Gerbig. Schon damals habe man das Projekt finanziell unterstützt. „Die Sonnenuhr passt wunderbar zu unseren Zielen“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Renovierung des Kunstwerks war notwendig

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Die Tafeln der Sonnenuhr habe man erneuern müssen. Schriften und Abbildungen seien nicht mehr zu lesen gewesen. „Auch Versuche, die Tafel zu beschädigen, hatten Spuren hinterlassen“, berichtet Scherer-Gerbig. Deshalb sei eine Renovierung des Kunstwerks notwendig. „Weil das nicht vor Ort durchgeführt werden konnte, musste die Uhr abgesägt und später wieder angeschweißt werden“, berichtet der Vorsitzende. Nun steht sie aber wieder südlich des Waldschwimmbads, nicht weit vom Naturfreundehaus entfernt und klärt Passanten über die Bedeutung der Sonne für das Leben auf der Erde auf. So wird auf den Tafeln gezeigt, wie mithilfe der Sonnenstrahlen Wärme und elektrische Energie erzeugt werden können. Aber auch wie die Sonne für Wind und Regen sorgt.

Damit die erneuerte Sonnenuhr auch intakt bleibt, übernimmt die Kindergruppe der Naturfreunde die Patenschaft. In der Gruppe seien stets zwischen fünf und zehn Kinder dabei, erklärt der Wanderwart der Naturfreunde, Christian Golka. Immer mal wieder werde die Gruppe nun an der Sonnenuhr vorbeikommen und nach dem Rechten sehen, verspricht Golka. Aber auch auf die Bedeutung der Sonnenuhr werde man eingehen: „Die Thematik werden wir kindergerecht rüberbringen.“

Jürgen Eick erklärte den Kindern, dass Energieträger wie Erdöl und Kohle aus der Sonnenenergie hervorgingen. Diese Energiequellen sind aber endlich und werden versiegen. „Wir müssen uns überlegen, wo wir vielleicht auf anderen Wegen Energie gewinnen können“, sagt Eick. Ziel sollte es sein, in 50 Jahren den gesamten Energiebedarf aus regenerativen Quellen zu decken, damit auch in Zukunft die Energieversorgung für die heranwachsende Generation gewährleistet werden kann.

Von Ruben Dörr