Rüsselsheim: AfD attackiert Dayankac
Der Kreisverband der Partei ärgert sich über die Rechtsextremismus-Aussage des Vorsitzenden des Ausländerbeirates.
RÜSSELSHEIM/GROSS-GERAU. (red). Unter dem Schlagwort „Wolfsgeheul“ greift die AfD den Vorsitzenden des Ausländerbeirates, Adnan Dayankac, an. Der Kreisverband sei verärgert über die jüngste Äußerung Dayankacs, der in einer Sitzung des Beirates gesagt hatte, dass die AfD in seinen Augen eine rechtsextreme Partei sei. „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“, zitiert die AfD in ihrer Stellungnahme eine unbenannte Person.
Es grenze an Satire, dass ausgerechnet jemand wie Dayankac, dessen Nähe zu rechtsextremen Verbänden wie den Grauen Wölfen und Milli Görüs (Nationale Sicht) bereits durch die Presse gegangen sei, die AfD in aller Öffentlichkeit als rechtsextreme Partei verunglimpfe. Dayankac zeigte sich ob der Anwürfe erstaunt: Jemanden mit bosnischen Wurzeln, dessen Großeltern während des Zweiten Weltkrieges vor den anrückenden Nazis in der Türkei Schutz suchten und der mittlerweile in zweiter Generation in Deutschland lebe, in die Nähe rechtsextremer türkischer Verbände zu rücken, sei schon sonderbar, sagte Dayankac, der auf der Liste der Freien Wähler auch um einen Sitz im Stadtparlament kämpft: „Eine Nähe zu Rechtsextremen jedweder Art gibt es bei mir nicht.“