Restaurant im SC Opel-Clubhaus „Casa Pedro“ schließt im März

Vier Jahre lang ist das spanische Restaurant „Casa Pedro“ im Clubhaus des SC Opel gewesen. Damit ist bald Schluss.  Wer danach dort einziehen wird, ist offen. Foto: Vollformat/Volker Dziemballa

Die Restaurantbetreiber kehren der Gastro-Szene komplett den Rücken. Deshalb muss der Verein nun nach einem neuen Pächter für das Clubhaus suchen.

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RÜSSELSHEIM. Nach vier Jahren im Clubhaus des SC Opel schließt das spanische Restaurant „Casa Pedro“ seine Türen zum 31. März 2019. Das teilte der SC Opel am Donnerstag mit. „Wir bedauern, dass der bisherige Betreiber nicht weitermacht“, sagte SC-Vereinssprecher Jürgen Gelis auf Nachfrage dieser Zeitung. Das „Casa Pedro“ sei ein oft gelobtes Restaurant, mit dem die Gäste immer zufrieden waren. „Aber man muss die Entscheidung akzeptieren.“ Probleme miteinander hätte es keine gegeben, darauf weisen beide Parteien ausdrücklich hin.

Ursprünglich wollten Pedro Sanchez und seine Ehefrau Inken Sievers bereits im März 2018 aus dem Clubhaus raus und an einen anderen Standort in Rüsselsheim umziehen. Dort hätten sie auch einen Mittagstisch anbieten können. Das neue Lokal stand bereits fest. Doch der Umzug platzte kurzfristig und der Verein und die Restaurantbetreiber einigten sich auf eine Verlängerung im Clubhaus von einem Jahr.

Im Oktober dieses Jahres hätten sie sich dann nochmal miteinander in Verbindung gesetzt, ob Sievers und Sanchez noch weiter bleiben wollen. „Doch diese Option wurde von Seiten der Pächter nicht gezogen“, sagte Gelis vom SC Opel.

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Der Grund dafür ist allerdings kein Umzug in ein neues Restaurant. „Wir wollen raus aus der Selbständigkeit“, erklärte Sievers. Sie und ihr Mann würden künftig außerhalb der Gastro-Szene arbeiten. Von dem her sei sie rückwirkend froh gewesen, dass das im vergangenen Jahr nicht geklappt hat. „Ich weiß nicht, wie wir das mit dem Mittagstisch hätten schaffen sollen.“ Der Sommer im Clubhaus lief wegen der vielen Feste und der Hitze außerdem nicht sonderlich gut. „Deshalb haben wir jetzt die Reißleine gezogen“, so Sievers.

Für das kommende Jahr ab April ist der Verein nun auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger. „Wir sind zuversichtlich, für diese schmucken Räumlichkeiten einen guten Gastwirt zu finden“, wird der Vereinsvorsitzende Michael K. Theis in der Mitteilung zitiert. Genaue Vorstellungen davon, welche Art von Restaurant in das Clubhaus ziehen soll, hätten sie aber nicht, so Gelis. „Wir wollen vor allem jemanden, der langfristig passt“, sagt er. „Es nutzt uns nichts, wenn der neue Pächter nach drei Monaten wieder auszieht.“ Mit der Mitteilung über einen Pächterwechsel im nächsten Jahr habe der Verein auch den Gästen noch die Chance geben wollen, ein letztes Mal im „Casa Pedro“ zu essen.

Von Marina Speer