Main-Hochwasser: Der Rüsselsheimer Kunstpfad erweist sich als...

Die Kunstwerke am Mainvorland in Rüsselsheim - wie hier das "Shortcut/Abkürzung" - sind bei einem Hochwasser nicht in Gefahr. Foto: Vollformat/Volker Dziemballa

Während der Mainpegel zurückgeht und die Hochwassergefahr für den Landungsplatz vorerst gebannt ist, gibt es auf den Wiesen am Mainvorland weiterhin riesige Pfützen. Mit...

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RÜSSELSHEIM. Während der Mainpegel zurückgeht und die Hochwassergefahr für den Landungsplatz vorerst gebannt ist, gibt es auf den Wiesen am Mainvorland weiterhin riesige Pfützen. Mit größeren Schäden an Wegen und auf den Grünflächen sei durch das Hochwasser nicht zu rechnen, erklärt die Stadtverwaltung. Sobald das Wasser vollständig abgeflossen sei, werde man den Regionalparkweg und die Wiesen kontrollieren.

Es komme vor, dass nach Überschwemmungen dieser Art Treibgut aus dem Main, etwa Äste, weggeräumt werden müssten. Das sei allerdings mit wenig Aufwand zu machen. Angeschwemmter Sand und Schlamm werde außerdem verteilt, falls er sich zu sehr an einer Stelle angesammelt hätte, damit der Rasen danach wieder gesund nachwachsen könne. Nur so könne außerdem im Sommer wieder wie gewohnt gemäht werden.

Schon in der Ausschreibung Vorkehrungen getroffen

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Sorgen um die bereits installierten Teile des Kunstpfads müsse man sich ebenfalls nicht machen, erklärt die Stadt weiter. Mario Herguetas „Heimat“-Skulptur und Martin Feldbauers „Shortcut/Abkürzung“ in Form eines Loopings hatten teils bis zur halben Höhe im Wasser gestanden, als der Main in Rüsselsheim und Raunheim in der vergangenen Woche einen Pegel von mehr als 3,5 Metern erreicht hatte. „Die Kunstwerke sind so konzipiert, dass sie bei Hochwasser keine Schäden davontragen“, so die städtische Pressestelle. Bereits in der Wettbewerbsauslobung für den Kunstpfad sei diese Voraussetzung deutlich gemacht worden. Wasserfestigkeit sei Anforderung und wichtiges Beurteilungskriterium für die Konzeption von Modellen gewesen, schließlich wird das Mainvorland öfter mal zum kleinen See neben dem Main.

Die Künstler seien daher schon frühzeitig auf das Kriterium aufmerksam gemacht worden, dass sie nur Materialien verwenden, die Feuchtigkeit aushalten. Das Tiefbauamt habe außerdem auf eine ausreichend tiefe Verankerung im Boden geachtet, so dass die Skulpturen nicht einfach „wegschwimmen“ können.

Von Heike Bökenkötter