Das Jahreskonzert des Bauschheimer Gospelchors ist zu einem...

Bauschheimer Gospelchor lässt Funken überspringen

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RÜSSELSHEIM. (nat). Kerzen im Glas und einige Wegweiser an den Bauzäunen zeigten den Weg zum Eingang der schmucken Bauschheimer Kirche. Noch ist der Bau wegen der Dachsanierung eingerüstet, Plastikplanen bedecken die Fassade und Gehwege, auch die Orgel ist wegen der vorangegangenen Restaurierungsarbeiten zum Schutz noch verhüllt. Das Brauthäuschen genannte Eingangstor zeigt sich ebenfalls noch verhüllt und wartet nach der fertiggestellten Arbeit der Zimmerleute nun auf den Dachdecker. „Passend zur Kerb am nächsten Wochenende soll alles fertig sein“, sagte die Sprecherin des Bauschheimer Gospelchors, Regina Eberle-Stoffel, in der Pause des Konzertes.

Innen vor der ansprechenden Kulisse der kleinen Kirche gab der Chor sein Jahreskonzert in einem stimmungsvollen Gospelfest. Nicht lange dauerte es, bis der Funke übersprang und die Konzertbesucher zu den Rhythmen im Takt mitklatschten. Das bewährte Repertoire bot neben Altbewährtem neue Stücke wie „Hold back the river“ von James Bay. Der vielschichtige Chorsatz wurde von den rund 30 Sängerinnen und Sängern fein intoniert.

Mit den passenden Tonkombinationen sorgten einmal mehr besonders die Männerstimmen für ein ausgewogenes Klangbild. Mit viel Gefühl intonierten sie die Einzelpassagen von Halleluja, Salvation and Glory. Applaus bekamen die Solistinnen Miriam Eckert und Larissa Schafir für ihren Beitrag bei Shackles und später im zweiten Teil auch Sophia Schneider-Hehn, die mit Schafir „Awesome God“ intonierte. Konzentriert und fröhlich zeigte der Chor, dass er auch ohne Begleitmusik tonfest singen kann – das kam bei den Besuchern besonders gut an. Freigemacht von Schlagzeug, Bass und Klavier waren es gerade „We shall overcome“ und „Inspired“, die die Lebendigkeit der Musiker zutage förderten.

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Ein Dirigent wird gesucht

Zur Begrüßung fasste sich Moderatorin Steffi Haarmann kurz und und ließ lieber den Chor die musikalische Botschaft verkünden. Die kam punktgenau an. In einem Rutsch vollzog sich der erste Teil des Benefizkonzertes bis zur Pause. Wo sich die Besucher über das musikalische Angebot freuten, gab es allerdings auch einen Abschied zu feiern. „Unser Chorleiter Louis Grote hat uns heute das letzte Mal dirigiert.“

Seit Februar vergangenen Jahres habe er die Geschicke der Gospelsänger geleitet, werde jetzt allerdings in Köln zum Beginn eines Gesangsstudiums erwartet, so Eberle-Stoffel. „Wir haben im Januar eine offene Chorprobe veranstaltet, hängengeblieben sind ein Tenor und ein Bass.“ Bis Jahresende konnte Christoph Enders als Dirigent für die Übergangszeit gewonnen werden. „Das heißt, es geht in jedem Fall weiter“, verkündete Eberle-Stoffel.