Bärbel Maul verlässt Vorstand
An der Spitze der Stiftung Alte Synagoge in Rüsselsheim gibt es einen Wechsel. Gerrit Bohländer rückt nach.
. RÜSSELSHEIM (red). Zehn Jahre lang war Bärbel Maul Mitglied im Vorstand der Stiftung Alte Synagoge. Jetzt ist die Leiterin des Stadt- und Industriemuseums aus dem Vorstand ausgeschieden, Ende Juni wurde sie offiziell verabschiedet. Vielfältige andere Verpflichtungen, nicht zuletzt die ehrenamtliche Tätigkeit als stellvertretende Vorsitzende des hessischen Museumsverbands auf Landesebene, lassen ein Engagement für und in der Stiftung im bisherigen Umfang nicht mehr zu, wie die Stiftung mitteilt.
Der Vorsitzende des Stiftungsbeirates, Michael Hampel, bedauerte die Entscheidung. Maul habe die Geschicke der Stiftung entscheidend mitgelenkt: "Mit Bärbel Maul verlieren wir ein programmstarkes und engagiertes Vorstandsmitglied." Hampel äußerte aber Verständnis für Mauls Beweggründe.
Zum 1. Juli ist Gerrit Bohländer in den Vorstand aufgerückt. Der in Mainz lebende Journalist ist bereits seit 2016 für die Stiftung aktiv. Im Rahmen seines politikwissenschaftlichen Studiums hatte er sich mit dem Nahostkonflikt und dessen Behandlung in deutschen Schulen befasst. Daher legt Bohländer ein großes Augenmerk auf das Erschließen neuer Zielgruppen für die Stiftungsarbeit: "Wir wollen Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie junge Menschen allgemein stärker erreichen." Man wolle "früh Raum schaffen für Begegnung und Dialog, um Angst und Ressentiments den Nährboden zu entziehen im Interesse eines inklusiven und freiheitlich-offenen gesellschaftlichen Zusammenlebens mit humanistischer Werteorientierung".
Die nächsten Projekte des Vorstands sind die Entwicklung einer digitalen Strategie in der Stiftungsarbeit sowie die Fortsetzung der durch die Corona-Pandemie unterbrochene Veranstaltungsreihe "Reise durch ein zerrissenes Land".