Nauheimer Landfrauen nehmen beim Hessentag Kolleginnen in Empfang

Gut beschildert waren die Nauheimer Landfrauen am Mittwoch. Sie geleiteten die ankommenden Ortsverbände vom Busstopp in die Halle K48. Foto: Vollformat / Volker Dziemballa  Foto: Vollformat / Volker Dziemballa

„Froh zu sein bedarf es wenig, denn wer froh ist, ist ne Landfrau!“ Dieses Ständchen in leicht variierter Fassung brachten die Nauheimer Landfrauen am Mittwochmorgen...

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RÜSSELSHEIM/NAUHEIM. „Froh zu sein bedarf es wenig, denn wer froh ist, ist ne Landfrau!“ Dieses Ständchen in leicht variierter Fassung brachten die Nauheimer Landfrauen am Mittwochmorgen gleich mehrfach dar. Genauer gesagt, 26 Mal. Denn so viele Busse kamen zum Landfrauentag anlässlich des Hessentags. Die Nauheimerinnen hatten die Aufgabe übernommen, die Kolleginnen, die aus ganz Hessen angereist kamen, vom Busstopp in die Werkshalle K48 zu begleiten. Dort trafen sich am Vormittag rund 2000 Landfrauen.

Persönlich kennen sie die wenigsten der Gäste

„Am Schluss singt nur noch eine Landfrau“, lachte Anne Dammel und hatte auch gleich das Alternativprogramm parat, hätte es am Morgen geregnet. „Dann würden wir das Regenlied singen.“ Die Nauheimer Vorsitzende strotzte wie ihre 37 Mitstreiterinnen vor Energie und Fröhlichkeit, die sogleich gute Stimmung bei den Ankommenden verbreitete. „Wir haben so einen Spaß, das gab’s noch nie“, sagte Sigrid Eifert. Und die Besucherinnen würden die herzliche Begrüßung gerne annehmen, was Applaus und Gejohle belegten. Persönlich kennen täten sie die wenigsten, aber das sei nachrangig. Es gehe um das Gemeinschaftsgefühl. Auch in der Halle selbst wurden die ankommenden Gruppen, die dank großer Schilder mit den Ortsnamen sofort zu identifizieren waren, vom Landesverband lauthals begrüßt, so dass sich die ehemalige Werkshalle allmählich füllte.

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Für die Begrüßungszeremonie nahmen die Nauheimerinnen in Kauf, sich schon um 7 Uhr in Nauheim zu treffen, um nach Rüsselsheim zu fahren. Ab 8.30 Uhr trafen die ersten Busse am Hessentagsgelände ein. Organisatorisch wurden die Nauheimerinnen dabei vom Verkehrsdienst Hessen. Der Verein unterstütze ehrenamtlich das städtische Ordnungsamt, erklärte Lisa Retsch. Vor allem bei der Koordination der Busse. So bekam Retsch, die unmittelbar bei den Nauheimerinnen am Haltepunkt positioniert war, über Funk angesagt, welcher Ortsverein als nächstes vorfährt. Entsprechend konnten die Nauheimerinnen mit ihren Schildern in Position gehen.

Ein Kollege vom Verkehrsdienst nehme die Busse in Empfang, der Parkplatzbewirtschafter erläutere den Busfahrern, wo sie den Parkplatz in Kelsterbach finden und dann gehe es zum Ausstieg, erläuterte Retsch das organisatorische Vorgehen. Bei 26 Bussen auch erforderlich. Eine andere Herausforderung gibt es am Samstag. Dann sind nämlich 97 Busse für das VdK-Landestreffen beim Hessentag angemeldet.

Verabschiedet wurden die Besucherinnen übrigens nicht im Kollektiv. Denn nach dem gemeinsamen Programm am Vormittag in der K48 starteten die Gruppen individuell zu den weiteren Angeboten des Hessentags. Und je nach Entfernung variierten auch die Abfahrtszeiten.

Von Alexandra Groth