Die Theatergruppe des des Erzgebirgischen Heimatvereins probt...

Die Theatergruppe des EHV im Saalbau. Von links: Sabrina Schmidt, Uwe Neugeborn, Oliver Weigel, Julian Gurske, Petra Staffa, Susanne Sonneck, Lisa Cossu. Foto: Silke Drescher  Foto: Silke Drescher

„Los geht’s“, ruft Silvia Neugeborn durch den Saalbau. Es wird noch über einige Änderungen an den Kostümen diskutiert, dann geht es auf die Bühne. Der dritte Akt...

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NAUHEIM. „Los geht’s“, ruft Silvia Neugeborn durch den Saalbau. Es wird noch über einige Änderungen an den Kostümen diskutiert, dann geht es auf die Bühne. Der dritte Akt steht auf dem Programm. Die Theatergruppe des Erzgebirgischen Heimatvereins probt für ihre neue Komödie, die Ende April Premiere feiert.

Das Stück „Ein Hof voller Narren“ von Winnie Abel wird dieses Jahr einstudiert. Dabei handelt es sich um eine turbulente Verwechslungskomödie in drei Akten, die viel Situationskomik verspricht. Ein schwuler Jungbauer namens Jonathan Bauer (Julian Gurske), muss schnellstmöglich heiraten, damit der elterliche Hof nicht an seine Schwester (Lisa Cossu) fällt. Er ist jedoch mit dem Paradiesvogel Detlef (Oliver Weigel) zusammen, der sicherlich bei seiner Mutter Ruth (Susi Sonneck) nicht gut ankommen wird. Daher entschließt er sich, eine Scheinehe mit der polnischen Pflegerin (Sabrina Schmidt) seines Opas (Uwe Neugeborn) einzugehen.

Bühnenbild muss noch gebaut werden

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So kommt es zu allerlei amüsanten Schwierigkeiten, wie zum Beispiel, dass Detlef sich als polnische Schwiegermutter ausgeben und verkleiden muss. Die frisch vermählte Pflegekraft wird mit dem Knecht im Heu (Michael Mößinger) erwischt und auf einmal steht noch ihre echte Mutter (Petra Staffa) vor der Tür. Jonathan versucht dabei, den Hof und seine Scheinehe zu retten.

Seit Mitte Januar liefen die Proben für das Stück bereits, verrät Regisseurin Silvia Neugeborn. Ein Mal pro Woche sei die reguläre Probe. „Aber das reicht natürlich nicht. Ab und zu fehlen auch Leute, deshalb machen wir vor den Aufführungen noch einigen Zusatzproben.“ Auch das Bühnenbild müsse noch gebaut werden. Das Team um Erhard Herrberger wird dies, wie in den vergangenen Jahren, übernehmen. Geplant seien ein Bauernhaus, ein großes Scheunentor, das man auch aufziehen könne und eine Begrenzung durch eine Mauer. In der Mitte der Bühne sei dann der Innenhof des Bauernhofes. „Wir wollen damit einen Bauernhof, der auch hier in der Nähe sein könnte, darstellen“, erläutert Neugeborn. Kommende Woche werde mit dem Bühnenbau begonnen. Die Kulissen seien dann innerhalb von wenigen Tagen fertig.

Das Stück habe Neugeborn vor Jahren bereits selbst einmal gesehen. Dabei habe es ihr so gut gefallen, dass sie es auch selbst, in veränderter Form, aufführen wollte. „Wenn man ein Stück nur liest, ist es auch oft schwierig zu beurteilen, wie es auf der Bühne aussieht und ankommen wird“, erklärt sie die Auswahl der Stücke. Die meisten aus der Theatergruppe würden sich in ihrer Freizeit auch selbst gerne Theaterstücke im Umkreis ansehen.

Bei der Probe war den Schauspielern der Spaß an dem Stück bereits anzusehen. Ab und zu unterbrach Neugeborn und es wurden Verbesserungen angeregt. Einige Darsteller probierten in der Probe bereits ihre Kostüme aus, bis zur Aufführung wird es aber noch einige Proben geben.

Die Komödie wird an acht Terminen aufgeführt. Premiere ist am Samstag, 28. April.