Musikalische Projektwoche weckt unentdeckte Talente

Bei einem viertägigen Trommelworkshop an der Gustav-Brunner-Schule in Gustavsburg haben mehr als 250 Kinder aller vier Jahrgangsstufen teilgenommen.

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GUSTAVSBURG. (uli). Für vier Tage herrschte an der Gustav-Brunner-Schule Ausnahmezustand. Einzige Fächer in dieser Woche: Trommeln, Tanzen, Singen und Darstellendes Spiel. Das setzte viel Energie frei und förderte so manches unentdeckte Talent. Zu verdanken war es den beiden Musikern Mario Argandona und David Frick von „Argandona-Trommelwelt“. Das ist ein Kollektiv aus Musikern, das durch Schulen und Kitas tourt, um gemeinsam mit den Kindern große Trommelereignisse zu erarbeiten.

Auch nach Gustavsburg kamen sie mit einem festen Konzept. Dies war Voraussetzung für ein kleines Wunder, das Eltern, Verwandte und sonstige Gäste am Freitag in der Turnhalle erlebten: Mehr als 250 Kinder aller vier Jahrgangsstufen der Grundschule verschmolzen zu einem großen Kollektiv, das gemeinsam auf eine musikalische Weltreise ging. Klar, dass dabei das rhythmisierte Trommeln, das die Kinder einstudiert hatten, prägendes Element war. Es gab aber auch eine Spielhandlung, deren Text zuvor mit den Kindern aufgenommen worden war und nun als Play-back eingespielt wurde.

Auf dem Weg zum Sonnenmond-Fest erlebten sie Zwischenstopps unter anderem bei den Regenwürmern in Afrika, den Indianern in Amerika, den Kängurus in Australien oder den Pandabären in China. In schicke Kostüme gehüllt, lieferten die Kinder aus jeder Jahrgangsstufe neben ihren Trommeleinlagen auch noch von David Frick als Vortänzer angeleitete Tänze.

Mario Argandona, der bereits eine große Karriere als internationaler Rockmusiker hinter sich hat, war der Star für die Kinder, denn er schaffte es, sie mit großer Geduld, Freundlichkeit und Zugewandtheit zu konzentrierten Leistungen zu animieren. Sehr zur Freude der Eltern, von denen die meisten das Geschehen per Smartphone festhielten.

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„Es war eine tolle Zusammenarbeit, gespickt mit wertvollen Erlebnissen für alle Kinder“, lobte Schulleiterin Rita Barthel in der prall gefüllten Halle. Ermöglicht hatte die Projektwoche der besonderen Art der Förderverein. Er brachte die Gelder für die Künstler, die auch sämtliche Trommeln stellten, über verschiedene Benefizaktionen, Spenden und die Mitgliedsbeiträge auf. Im Anschluss spendierte er auch noch ein riesiges Muffin-Büfett im Schulhof, zu dem die Eltern mit ihren Backwerken beigetragen hatten.