Darmstadt-Dieburg ist FSME-Risikogebiet

Im Frühling sind wieder Zecken unterwegs. Foto: dpa

Die Krankenkasse Barmer rät Bewohnern des Landkreises Darmstadt-Dieburg zur Schutzimpfung. Gegen Borreliose hilft diese allerdings nicht.

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DARMSTADT-DIEBURG. (red). Im Frühjahr werden Zecken aufgrund der Temperaturen wieder aktiv. Die winzigen Spinnentiere können Krankheiten übertragen. Im Jahr 2019 sind laut Angaben des Robert-Koch-Instituts 444 Menschen in Deutschland an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt, davon 24 in Hessen. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg gehört zu den vom Robert-Koch-Institut definierten FSME-Risikogebieten. Ebenso die umliegenden Kreise Bergstraße, Odenwald und Groß-Gerau sowie die Städte Offenbach und Darmstadt.

„Zecken sind Überlebenskünstler, die auch längere kalte Phasen gut überstehen können. Daher sollte sich jeder, der jetzt die Natur wieder mehr genießen will, vor ihnen schützen“, rät Thorsten Burger, Regionalgeschäftsführer der Krankenkasse Barmer in Dieburg. Deutlich größer ist sogar noch die Gefahr an Borreliose zu erkranken. Der Krankheitserreger kann ebenfalls durch einen Zeckenstich auf den Menschen übertragen werden. In neun Bundesländern gibt es eine Meldepflicht. Dort wurden 12 258 Erkrankungsfälle registriert.

„Gegen Borreliose gibt es leider bisher keine Schutzimpfung, gegen FSME schon. Wer in Risikogebieten lebt, sollte sich möglichst mit dieser Schutzimpfung wappnen. Sie wird von den Krankenkassen bezahlt“, sagt Burger.

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Beim Spazierengehen helfen lange Kleidung und festes, geschlossenes Schuhwerk, Zeckenstiche zu vermeiden. Auch Insektenabwehrmittel bieten einen gewissen Schutz. Allerdings lässt die Wirkung nach etwa zwei Stunden nach.